Geschäftschancen
Bauboom in Europas Arenen

Europas Top-Vereine stoßen immer wieder Investitionen in Fußballstadien an, und Großereignisse sorgen für Extra-Aufträge. Daraus ergeben sich internationale Geschäftschancen für deutsche Unternehmen. Ein Überblick über geplante Projekte.

KÖLN. Der Fußball spielt für den Bau von Sportstätten eine wichtige Rolle. Vor allem die Vereine der europäischen Profiligen müssen Kapazität und Ausstattung ihrer Stadien regelmäßig den aktuellen Erfordernissen anpassen. Wichtige Impulse erhält die Branche zusätzlich von sportlichen Großereignissen wie den Olympischen Spielen oder internationalen Meisterschaften. Für deutsche Unternehmen bieten sich beim Sportstättenbau in Westeuropa dadurch Geschäftschancen.

Frankreich zählt derzeit ein halbes Dutzend Projekte zur Modernisierung oder zum Bau von Fußballstadien: In Nizza erhielt im Januar 2006 die südfranzösische Cari den Zuschlag zur Errichtung einer Arena für 90 Millionen Euro. Auch der Stadtrat von Le Mans gab Ende Januar grünes Licht für ein neues Stadion mit 25 000 Plätzen inklusive Hotel, Restaurants und Veranstaltungsräumen. In Marseille ist die Erweiterung des Vélodromes geplant. Der Entwurf des Architekten Christophe Gulizzi sieht 80 000 Plätze vor. Integriert sind Restaurants, ein Amphitheater, Geschäfte und Büros. Die Investitionskosten werden auf 140 Millionen Euro veranschlagt. Mitte 2006 will die Stadt über das Projekt entscheiden.

Zu Beginn eines jeden größeren Projektes steht in Frankreich ein Architektenwettbewerb, an dem sich ausländische Büros beteiligen können. Für deutsche Architekten und Baufirmen ist es nicht ganz einfach, bei prestigeträchtigen Projekten zum Zuge zu kommen. Entscheidend sind gute Kontakte zu den Verantwortlichen der Fußballclubs und der jeweiligen Gemeinden. Die Errichtung von Stadien wie auch kleinere Baumaßnahmen und Arbeiten an Sportstätten werden ausgeschrieben.

In Großbritannien sind vor allem kleinere Vorhaben zu erwarten, die die Kapazität der Sportanlagen optimieren. In den nächsten Jahren wird der Bau neuer Sportstätten und der damit zusammenhängenden Infrastruktur von den Olympischen Spielen bestimmt werden. Das bedeutendste Einzelprojekt ist das Olympische Dorf für 796 Millionen Euro. Die entscheidende Behörde für Ausschreibung, Vergabe und Management der diversen Bauvorhaben ist die Olympic Delivery Authority (www.alastinglegacy.co.uk). Alle Ausschreibungen werden im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Einer der wichtigsten Investoren im Sportbereich ist „Sport England“, dessen Aktivitäten von der Errichtung spezieller Trainingsanlagen bis zum Bau von kommunalen Sportzentren reichen. Von 2006 bis 2009 wird die Organisation rund 1,6 Milliarden Euro in den Sport investieren.

In den Niederlanden werden vielerorts Sportstätten in multifunktionelle Komplexe umgebaut (siehe Tabelle). Auch kleinere Gemeinden passen ihre Arenen zunehmend an die aktuellen Ansprüche der Besucher an. Fünf größere Fußballstadionprojekte sind derzeit in Planung. Für den Bau sind ausländische Zulieferer von Spezialteilen gefragt. An der Vorbereitung vieler niederländischer und internationaler Stadionprojekte ist das Architekturbüro Zwarts & Jansma in einer frühen Phase beteiligt.

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