Geschäftsklima-Index
Beteiligungsmarkt in bester Stimmung

Die Stimmung am deutschen Beteiligungsmarkt hat im vierten Quartal 2006 einen Höchststand erreicht. Hauptgründe waren der konjunkturelle Aufschwung und die anhaltend positive Börsenverfassung. Der Geschäftsklima-Index für Deutschland erreichte gar eine Rekordmarke.

FRANKFURT. Das vom Branchenverband BVK und der KfW Bankengruppe gemeinsam ermittelte „German Private Equity Barometer“ kletterte im Schlussquartal auf 77,8 Punkte nach 68,6 Punkten im Vorquartal. Der Geschäftsklima-Indikator übertraf damit den bisherigen Rekord aus dem Frühsommer 2006.

KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch sagte, neben der guten Wirtschaftslage hätten die Marktteilnehmer gegenwärtig nicht die Befürchtung, dass es zu einem weiteren Anziehen bei den Einstiegspreisen für die Beteiligungen komme. BVK-Geschäftsführer Holger Frommann zeigte sich erfreut darüber, dass auch die „Frühphasenfinanzierer“ – die Geld für neue Geschäftsmodelle und junge Technologieunternehmen bereitstellen – von der besseren Stimmung profitierten. „Die Bedingungen für die Finanzierung von Innovationen haben sich in Deutschland merklich verbessert“, sagte Frommann.

Das Barometer gibt Auskunft über die aktuelle und erwartete Geschäftslage auf dem Beteiligungsmarkt. Dabei wird auch differenziert zwischen der Stimmung bei den Geldgebern für die Gründungsphasen von Unternehmen und den Finanzierern für das Wachstum oder die Übernahme von etablierten Gesellschaften. Das Barometer kann zwischen minus 100 und plus 100 liegen, bei einem Wert von Null gleichen sich positive und negative Einschätzungen aus. Ein Minuswert war beim Barometer zuletzt im zweiten Quartal 2003 gemessen worden.

Die Beteiligungsfonds für Start- ups waren lange das Sorgenkind des Marktes. Während die Buyout-Fonds einen unglaublichen Boom durchmachten, litten die Frühphasenfinanzierer unter den Nachwehen der geplatzten Internetblase. Mittlerweile haben sie aufgeholt, das Werben um neue Mittel bei den institutionellen Investoren wird als nicht mehr so schwer wie noch vor ein paar Jahren beschrieben. Zudem sehen die Beteiligungsmanager erhöhte Chancen, Unternehmen an die Börse zu bringen.

Einen Dämpfer könnte der gesamte Markt bei einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen bekommen. Dann, so die Sorge, könnten Übernahmen mit einem hohen Fremdmitteleinsatz schwierig werden.

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