Geschäftsklima so gut wie seit 12 Jahren nicht mehr
Handwerk rechnet mit 30 000 neuen Stellen

Dem Handwerk gehe es so gut wie seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr, teilte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Montag in Berlin mit. Dieses Jahr könnten daher tausende neue Stellen in der Branche entstehen.

HB BERLIN. Der Aufschwung sei so stabil, dass man für dieses Jahr mit 30 000 zusätzlichen Stellen rechne, berichtete der ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer am Montag in Berlin. Als Gründe führte er neben der insgesamt besseren Konjunktur das milde Wetter, das Auftragspolster und die „robuste Nachfrage“ der gewerblichen Kunden an.

„Sorgenkind bleiben jedoch die Erträge“, meinte Schleyer. Sie seien unbefriedigend, weil es wegen des scharfen Wettbewerbs nicht gelungen sei, die Kostensteigerungen bei der Energie und der Umsatzsteuer weiterzugeben. Bei der Konjunkturumfrage für das erste Quartal beurteilten 77 Prozent der befragten Betriebe die Lage als gut oder befriedigend. Auch für die Zukunft gab es ähnlich optimistische Prognosen, übrigens im Westen und Osten nahezu gleich.

Als „Dämpfer“ bezeichnete Schleyer die Mehrwertsteuererhöhung, die vor allem im Kraftfahrzeughandwerk und bei anderen konsumnahen Branchen „deutliche Bremsspuren“ hinterlassen habe. Er gab sich aber optimistisch, dass die Verbraucher bald wieder mehr Geld ausgeben.

Förderung der Sanierung gewerblicher Gebäude

Schleyer schlug zur Stützung des Aufschwungs vor, das Gebäudesanierungsprogramm auch auf gewerbliche Bauten auszudehnen. Die bisherige Förderung der Sanierung von Wohngebäuden sei ein Erfolg für das Handwerk, für die Umwelt und für Besitzer wie Nutzer, sagte er.

An die Kreditanstalt für Wiederaufbau richtete der Generalsekretär die Aufforderung, nicht nur Existenzgründer mit günstigen Zinssätzen zu versorgen, sondern auch bei etablierten Unternehmen mit besseren Konditionen zur Stärkung der Eigenkapitalquote beizutragen. Außerdem forderte er angesichts der steigenden Beschäftigtenzahlen, die „aktuellen Überschüsse der Bundesagentur für Arbeit den Beitragszahlern zurück zu geben“. Eine Senkung des Beitrags um 0,7 Punkte auf 3,5 Prozent „ist kurzfristig möglich“, sagte Schleyer.

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