Gesetzesänderung tritt in Kraft
Neues Recht für Genossenschaften

Die Genossenschaften in Deutschland stehen vor den umfangreichsten Änderungen seit mehr als 30 Jahren. Das vom Bundesrat noch vor der Sommerpause verabschiedete Gesetz zur Einführung der Europäischen Genossenschaft tritt an diesem Freitag in Kraft.

HB BERLIN. „Das neue Gesetz bringt frischen Wind in den Genossenschaftsbereich. Sowohl für bestehende Genossenschaften als auch für Neugründungen wird sich einiges ändern, die Rechtsform der Genossenschaft wird attraktiver werden“, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) am Donnerstag in Berlin.

Das neue Recht erleichtert insbesondere die Gründung kleiner Genossenschaften. Die Mindestmitgliederzahl wird von sieben auf drei gesenkt. Genossenschaften mit bis zu 20 Mitgliedern können auf den Aufsichtsrat verzichten. Kleine Genossenschaften mit einer Bilanzsumme von bis zu einer Million Euro oder mit Umsatzerlösen bis zwei Mill. Euro werden von der Pflicht zur Prüfung des Jahresabschlusses befreit. Ferner wird die Rechtsform der Genossenschaft auch für soziale oder kulturelle Zwecke geöffnet. Die Kapitalbeschaffung wird erleichtert. Aus dem „Genossen“ wird jetzt ein „Mitglied der Genossenschaft“.

In Genossenschaften verbinden sich unternehmerische Initiative, Selbsthilfe, Solidarität und soziale Orientierung. Die Gewinnmaximierung steht nicht im Vordergrund. Erste wichtige Genossenschaften gab es in der Landwirtschaft. Konsumvereine wollten ihren Mitglieder günstige Einkaufsmöglichkeiten bieten.

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