Grafik
Skizzen zum Leben erwecken

Die grafische Darstellung ist für viele Entwickler heute ein Muss: Der Vertrieb will sehen, wie eine neue Zahnbürste aussehen wird, bevor sie in Sortiment kommt. Viele der heutigen CAD-Systeme sind jedoch langsam und beherrschen keine fotorealistische Darstellung. Die Gründer von Numenus helfen dem ab.
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DÜSSELDORF. Es gibt kaum ein Ingenieur- oder Architektenbüro, das seine Konstruktionen und Entwürfe von Gebäuden nicht mit Hilfe von Computertechnik erstellt. Mit sogenannten CAD-Programmen werden die Gegenstände millimetergenau geplant. Die Software eignet sich zwar hervorragend für die Konstruktion und Planung, sie eignet sich aber in der Regel nicht für eine ansprechende Präsentation.

Nur große Hersteller von Konstruktionsprogrammen wie Autodesk bieten inzwischen die Möglichkeit, aus dreidimensionalen Konstruktionszeichnungen auch realitätsnahe Bilder zu generieren. Die Software dafür ist allerdings sehr teuer und kann nur von Profis bedient werden. Daher sind kleinere Firmen hier in der Regel auf externe Dienstleister angewiesen.

Entwicklung einer neuen Technologie

Das soll sich bald ändern. Mit einem zusätzlichen Programm sollen dann auch diese Unternehmen schnell und ohne spezielle Fachkenntnisse ihre Konstruktionszeichnungen in ansprechende Bilder verwandeln können. Numenus, ein Startup der Universität Koblenz-Landau, entwickelt zurzeit eine neue Technologie zur Marktreife, mit der nicht nur unterschiedliche Materialeigenschaften, sondern auch komplexe Naturphänomene wie Lichtbrechungen, Reflexionen und Refraktionen realistisch dargestellt werden können.

Das Besondere an dem neuen Programm sei die hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit, sagt Abert, der die zu Grunde liegende Technologie während seiner Doktorarbeit über die Visualisierung von 3D-Daten entwickelt hat. Mit RenderGin - so der Name der Software - könnten Vorlagen aus der Konstruktion bald in Bruchteilen von Sekunden in realistische Bilder umgewandelt werden. Die Software, die mit vorhandenen CAD-Programmen gekoppelt werden könne, sei selbst für ungeübte Nutzer einfach zu bedienen.

Im August 2009 haben Abert und Stange ihr Unternehmen in Koblenz-Landau im Rahmen des Exist-Gründerstipendiums gegründet. Unterstützt wurden sie dabei von dem Leiter der AG Computergrafik der Universität, Stefan Müller, sowie KOpEE, dem Koblenzer Netzwerk für Open Entrepreneurship Engineering.

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