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Größtes Plus seit 20 Jahren: Deichmann – das Schuhimperium rennt der Konkurrenz davon

Der Schuhhändler Deichmann macht so viel Umsatz wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr gleich um 12,5 Prozent zulegen können. Und mit dem Wachstumskurs soll noch lange nicht Schluss sein. Für Experten gilt: Erst kommt Deichmann, dann ganz lange nichts mehr.

Deichmann-Vorstand Heinrich Deichmann. Quelle: dpa
Deichmann-Vorstand Heinrich Deichmann. Quelle: dpa

cuk/fbr/HB ESSEN. Dass das Top-Model Cindy Crawford normalerweise Schuhe für weniger als 100 Euro trägt, darf man bezweifeln. Der Werbeeinsatz der Amerikanerin zahlt sich für den preiswerten Schuhändler Deichmann aus Essen jedenfalls aus: Firmeninhaber Heinrich Deichmann berichtete heute vom größten Umsatzsprung seit 20 Jahren. Um 12,5 Prozent auf 3,93 Milliarden Euro habe die Gruppe weltweit zugelegt. Auf vergleichbarer Fläche setzte der Händler immer noch sechs Prozent mehr um. In Deutschland stand ein Umsatzplus von acht Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Damit wächst Deichmann deutlich stärker als der Modehandel insgesamt.

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Weltweit verkaufte Deichmann 2010 rund 152 Millionen Paar Schuhe. Das waren 14 Millionen Paar mehr als im Vorjahr. Auch der Gewinn habe sich "erfreulich" entwickelt, sagte Deichmann. Genaue Angaben macht das Familienunternehmen hierzu traditionell nicht.

Sehr bekannt ist allerdings, welch entscheidende Marktstellung Deichmann inne hat - nämlich die des Marktführers, und das mit deutlichem Abstand. Laut der Fachzeitschrift Textil-Wirtschaft lag Deichmann selbst im Krisenjahr 2009 mit rund einer Milliarde Umsatz vor dem Zweitgrößten, der Hamm-Reno Group. Und mit sechs Prozent Umsatzwachstum, so eine aktuelle Branchenstudie der BBE Handelsberatung, konnte Deichmann den ärgsten Konkurrenten auch noch auf Distanz halten.

Und dies, obwohl das Marktvolumen für Schuhe insgesant gesinkt, wie BBE schreibt. Von 2005 bis 2009 wie auch in einer Kurzfristprognose bis 2011 gehen die Experten von einem sinkenden Marktvolumen aus. Laut den Marktforschern von marketmedia 24 ist das Marktvolumen von 2005 bis 2009 auf nur noch gut acht Milliarden Euro gesunken. Das entspricht einem Rückgang in Höhe von 16,7 Prozent. Wobei nach wie vor 80 Prozent des Marktes allein auf den Fachhhandel entfallen.

Für die Branche kommt erschwerend hierzu, dass auch noch die Durchschnittspreise sinken. Bei Schuhen gilt: der Preis macht's.75 Prozent aller Schuhkäufer geben zwischen 25 bis 100 Euro für ein paar Schuhe aus. Ein Grund für den Erfolg von Filialisten wie Deichmann. Experten wie Matthias Händler von der HR Group gehen davon aus, dass sich die fünf führenden Unternehmen in naher Zukunft rund 60 Prozent des Marktes teilen werden. Und Deichmann will da ganz vorne mit dabei sein.

  • 02.02.2011, 10:52 UhrAnonymer Benutzer: Hosemann

    @(1) Made in Germany
    1. Es gibt nicht: den Verbraucher.
    Deichmann verfügt über ein gemischtes Sortiment. Mit Elefantenschuhen für Kinder konnte ich bei Deichmann sehr gute qualitative Erfahrungen machen. Clarks, Oxfords, Louis Vuitton oder Givenchy kann man woanders kaufen. Abgesehen davon macht es mich eher stolz, wenn deutsche Unternehmer, wie z.b. Heinrich Deichmann, international erfolgreich sind.

  • 01.02.2011, 14:32 UhrAnonymer Benutzer: Made in Germany

    Die Qualität der Deichmann Eigenmarken-Schuhe ist eher bescheiden. Die Gummisohle ist nach 3-4 Monaten komplett durchgelaufen. Schade das der Verbraucher in vielen bereichen nur noch Schrott nachfragt und somit diesen Unternehmen Rekordumsätze beschert.

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