Große Einbrüche bei den Tonträgern
Musikhandel beklagt Umsatzminus

Der deutsche Musik- und Instrumentenhandel klagt über Umsatzrückgänge. Rund 70 % der Musikgeschäfte hätten im vergangenen Jahr weniger eingenommen als im Jahr davor, berichtete der Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte (GDM) bei seiner Jahrestagung in Nürnberg.

HB DÜSSELDORF. Am stärksten seien die Umsätze bei Klavieren und Flügeln eingebrochen. "Insgesamt sieht es für den Handel nicht gut aus", sagte Verbandspräsident Michael Huchthausen.

Zur aktuellen Entwicklung des Gesamtumsatzes der Branche machte er allerdings keine konkreten Angaben. Nach seiner Darstellung repräsentieren die rund 500 Mitgliedsunternehmen einen Jahresumsatz von einer halben Milliarde Euro. Dies sei nach groben Schätzungen etwas mehr als die Hälfte des gesamten Branchenumsatzes, zu dem bundesweit rund 1 400 Musikgeschäfte beitrügen.

Vor allem die Einbrüche bei den Tonträgern mache den Händlern derzeit existenzielle Sorgen, sagte Huchthausen. So habe der deutsche Tonträgermarkt - auch als Folge der Musikpiraterie im Internet - in den vergangenen fünf Jahren rund 30 % verloren. Davon seien vor allem mittelständische Unternehmen mit besonders qualifiziertem Personal betroffen.

Einen "Hoffnungsschimmer" für die Branche stellt nach Angaben des Verbandschefs die Internet-Plattform "Phonoline" der deutschen Musikindustrie dar. Mit ihr sollen Kunden künftig entweder über die Homepage ihres Musikgeschäfts oder an einem Terminal im Laden selbst Musiktitel kostenpflichtig herunterladen können. Der Dachverband sorgt sich nach Huchthausens Angaben auch über die sinkende Bedeutung des Musikunterrichts an Schulen. Teilweise falle mehr als 90 % Prozent des Unterrichts aus.

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