Große Zahl von Produktfälschungen schadet auch deutschen Unternehmen
Plagiate behindern in China die Mittelständler

Der Handel mit China kann viel Geld bringen, hat aber für viele Firmen einen ärgerlichen Nebeneffekt. „Produktfälschungen aus China sind ein massives Problem“, erläutert Peter Lowe, Präsident des Informationsbüros Produktfälschungen (CIB) in London. Die Chinesen fälschten alle Arten von Waren bis hin zu Autos. Bis zu 7 % der weltweit gehandelten Waren seien Imitate, schätzt er. Auch deutsche Mittelständler kennen das Problem – doch meistens wissen sie, sich dagegen zu behaupten.

DÜSSELDORF. Bunte Mozzarella-Schneider, Saftkannen und Zahnseidespender aus Plastik gestaltet und verkauft die Koziol GmbH aus dem hessischen Erbach. Die rund geformten Designprodukte lassen sich vergleichsweise leicht nachmachen. „Wir finden ständig Plagiate“, sagt Katrin Bode von Koziol. Meist verkauften Billigläden die Nachahmungen, manchmal auch große Kaufhäuser. Die Farben und die Art des Kunststoffs seien schlechter als die Originale, doch die Form stimme fast immer genau.

Koziol wird oft auf die Fälschungen aufmerksam, wenn Kunden denken, sie hätten ein Original gekauft und dann Fehler reklamieren. „Wir schreiben dann den Händler an. Fast immer kommt heraus, dass die Waren von Handelsfirmen in China kommen“, berichtet Bode. Im Allgemeinen stoppen die Händler sofort den Verkauf. Einmal ging Koziol jedoch weiter: Die Internationale Handelskammer in London half dabei, in China eine Gussform beschlagnahmen zu lassen.

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