Gründer-Kredite
Mit Starthilfe zum Ziel

Wer ein Unternehmen gründen will und Startkapital braucht, steht nicht allein da. Gründern steht eine breite Palette an Fördermitteln zur Verfügung - auch wenn das in Krisenzeiten schwieriger ist als sonst. So finden Jung-Unternehmer den passenden Fördertopf.

KÖLN. Unternehmensgründer haben es derzeit nicht leicht. Wenn schon etablierte Firmen nur noch schwer Geld von der Bank bekommen, sieht es für Einsteiger noch schlechter aus. Fördermittel, die speziell Gründer unterstützen sollen, werden immer wichtiger. Aber auch sie sind nicht mehr so einfach zu bekommen wie noch vor einiger Zeit. "Es ist derzeit hart, aber nicht aussichtlos für Gründer, an Fördermittel zu kommen", urteilt Marc Evers, der beim deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) das Referat Mittelstand und Existenzgründung leitet.

Denn das Risiko, dass ein Förderkredit trotz eines klugen Unternehmenskonzepts verloren geht, weil Warenabsätze und Exporte in vielen Branchen sinken, ist vielen Kreditgebern einfach zu hoch. Dennoch: "Wer eine Idee mit guten Chancen am Markt hat, hat auch nach wie vor gute Chancen, gefördert zu werden", sagt Evers.

Wer trotz schwieriger Wirtschaftslage den Sprung in die Selbständigkeit wagt, muss sich beim Kampf um Fördermittel immerhin gegen weniger Konkurrenten durchsetzen als noch vor einigen Jahren. Denn die Zahl der Unternehmensgründungen ist gesunken. Im ersten Halbjahr 2008 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts mit 78 000 Unternehmen zwei Prozent weniger größere Unternehmen ins Leben gerufen als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Gründung von Kleinunternehmen sank sogar um mehr als zehn Prozent auf 147 000. Damit setzte sich der Trend von 2007 fort. Im Jahr 2007 sank die Zahl der Gründer laut KfW-Gründungsmonitor im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf rund 860 000 Personen.

Wer sich für Gründerförderung interessiert, sieht meist zunächst den Wald vor lauter Bäumen nicht. "Die Förderinstrumente für Gründer sind ein undurchschaubares Dickicht", sagt DIHK-Experte Evers. "Es hält aber auch für jeden etwas bereit. Jeder Gründer müsse letztlich selbst entscheiden, welches Konzept für seine Idee das richtige ist."

Die bundeseigene KfW ist die erste Adresse, wenn es hierzulande um Gründerförderung geht. Sie stellt für Unternehmensgründer, Freiberufler und Unternehmen, die seit höchstens drei Jahren am Markt sind, das so genannte KfW-Startgeld bereit. Bei diesem Kredit über maximal 50 000 Euro übernimmt die KfW bis zu 80 Prozent des Haftungsrisikos von der Hausbank. Unternehmer, die diesen Kredit wollen, müssen ihren Antrag üblicherweise an ihre Hausbank richten statt direkt an die KfW.

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