Gründerstimmung
In Deutschland gibt es weniger neue Firmen

Immer weniger Deutsche wagen den Schritt in die Selbstständigkeit. Wie schon seit Jahren sank die Zahl der neu gegründeten Firmen auch in diesem Jahr wieder – nicht unerheblich, wie eine neue Statistik zeigt.
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WiesbadenIn Deutschland gehen immer weniger neue Betriebe an den Start. Im ersten Halbjahr wurden rund 67.000 Betriebe gegründet, die entweder Angestellte haben oder im Handelsregister eingetragen wurden, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Das waren 5,1 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2012. Die Gründerstimmung in Deutschland ist seit Jahren auf dem Rückzug.

Nur im Krisenjahr 2009 wagten vorrübergehend mehr Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. „In allen anderen Jahren geht es seit 2006 bergab“, sagte eine Statistikerin. Im ersten Halbjahr 2006 seien noch 86.000 größere Betriebe gegründet worden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gründerstimmung: In Deutschland gibt es weniger neue Firmen"

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  • Ich bin seit fast 20 Jahren selbstständig. Engineering läuft nach wie vor gut. Aber eine eigene Fertigung aufzubauen und Mitarbeiter einzustellen hat sich als großer Fehler herausgestellt. Der Staatsterrorismus mit seiner Bürokratie ist unerträglich geworden.

    Der Mittelstand wird systematisch ausgebombt und erstickt an einer Staatsquote von über 70%.

    Mittlerweile bin ich wieder Einzelkämpfer und was übrig bleibt wird nicht mehr in die Firma investiert, sondern in Aktien der Konzerne. Die wissen, wie man die Politmarionetten am Nasenring herumführt :-)

  • @ MIC + netshadow, absolut Richtig !!!

    Es lohnt sich nicht für viele Neulinge, denn der Kuchen wurde bereits vor vielen Jahren verteilt und wird verteidigt !

    Wenn man zwischen den Mühlsteinen der Behörden, Konkurrenten und Interessenten/Kunden gerät, merkt man erst, das eine gute IDEE und Fleiß wenig ausrichten können.

    Es hat sich einiges unseriös verändert in D :

    - Bezahlung einer Dienstleistung oder Produktionsware !

    - Der Versuch, selbst von namhaften Unternehmen, in eine Scheinselbständigkeit verführt/gedrängt zu werden !

    Wir haben eins in unserem Arbeitsrecht & Co. politisch eingeführt, durch DEREGULIERUNG, seit ROT/GRÜN in Deutschland :

    Die V E R L O T T E R U N G !!!

    Ganz schlimm fand ich damals die Einführung der ICH-AG !

    Viele landeten mit SCHULDEN in HARTZ IV !!!

    Dieses war vorhersehbar !

    Mit diesen entzogenen LEITPLANKEN im Arbeitsrecht und Finanzen in D , nein Danke, als seriöser Unternehmensgründer!


  • Leistung und Unternehmermut lohnt nicht in Deutschland!

    Ehe der erste Euro Umsatz da ist, steht schon die GEZ, Gemeinde, IHK und Finanzamt mit Vorauszahlungen von Beiträgen, Umsatzsteuervorauszahlung, Einkommensteuervorauszahlung, Gewerbesteuervorauszahlung, Rentenkassenbeiträge, Krankenkassenbeiträge, Berufsgenossenschaftsbeiträge vor der Tür. Ach ja, Miete fällt mit allen Nebenkosten auch noch an. Wer da (verständlicherweise) nicht durchblickt, braucht noch einen Steuerberater für die ganzen Erklärungen und die Buchhaltung. Selbstverständlich sind je nach Branche Gewerbeerlaubnis und vielfältige EU-Vorschriften einzuhalten. Wer Pech hat, bekommt noch Auflagen vom zuständigen Landrats- bzw. Gewerbeamt.
    ...
    Tja, wird dann endlich einmal Geld verdient, das bedeutet, daß wenn vom Umsatz die Kosten (Abgaben, Abschreibungen, Miete,...) abgezogen werden noch etwas übrig bleibt, der erlebt erst richtig, wie gierig unser Staat, unsere Gemeinden und unsere Sozialkassen sind. Wer dann noch Mitarbeiter beschäftigt, merkt erst einmal, was die wirklich (!) Kosten und das die Mitarbeiter zwischenzeitlich mehr Rechte haben als die Inhaber.
    ...
    Nicht zu verachten ist dann der Sozialneid. Wenn man nach vielen Jahren Aufbauarbeit, keinem Urlaub, Bankproblemen sich etwas leisten kann, heißt es gleich: Die "reichen" Unternehmer, die nur auf Kosten der Arbeiter leben und diese ausbeuten. Die haben so viel, denen muß man die Steuern erhöhen und eine Vermögensabgabe für die "Armen" abzwacken. Denen tut das ja nicht weh.
    ...
    Wenn ich das betrachte und vorher gewußt hätte, wäre ich lieber Beamter geworden. Wäre unkündbar, selbst wenn ich wegen meiner 4. Depression und Burn-Out wieder einmal 12 Wochen krank bin mit anschließendem Kuraufenthalt, oder meine Rückenschmerzen beim Skifahren kuriere, oder wegen seelischer Belastung meinen Job nicht mehr ausführen kann und wegen Dienstunfähigkeit bei vollen Bezügen auf meine wohlverdiente Pension warte...

    Ich habe was falsch gemacht...

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