Gründerzentren-Verband
Firmengründer warnen vor Reform der Unternehmensteuern

Deutsche Firmengründer haben die geplante Unternehmensteuerreform scharf kritisiert. Sie erwarten schwerwiegende Auswirkungen.

HB BERLIN. Den Plänen des Finanzministeriums zufolge sollen Zinsen und andere Finanzierungskosten von Unternehmen besteuert werden. Mieten und Leasing von Anlagevermögen sei aber eine der wesentlichen Finanzierungsformen für Gründer, sagte Bertram Dressel, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Innovations-, und Technologie- und Gründerzentren (ADT), am Mittwoch in Berlin. Eine Besteuerung sei gründerfeindlich, wenn sie so umgesetzt werde.

Wenn die Aufwendungen für Miete und Leasing zu einer Bemessungsgrundlage für eine Besteuerung gemacht würden, dann wäre diese Finanzierungsform kaum noch sinnvoll, sagte Dressel. „Hier warnen wir sehr stark.“ Zudem kritisierte er, dass künftig die so genannte stille Beteiligung an Unternehmen steuerlich anders bemessen werden solle. „Das halten wir für außerordentlich kritisch.“

Als Branchentrends bei den Unternehmensgründungen nannte Dressel die Materialwissenschaften, in der neue Werkstoffe oder Oberflächenveredelungen entwickelt werden. Sie hätten 2005 zunehmend zu Unternehmensgründungen geführt. Verstärkt Gründungsaktivitäten an den Technologiezentren verzeichnete Dressel nach dem Einbruch 1999/2000 bei Software-Unternehmen. Der Bundesverband vertritt nach eigenen Angaben 16 000 Unternehmen mit 150 000 Arbeitsplätzen.

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