Handel kämpft verstärkt ums Überleben
Firmensterben in Deutschland geht weiter

Trotz der Konjunkturerholung wird das Firmensterben in Deutschland nach Einschätzung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in diesem Jahr unvermindert weitergehen.

HB DÜSSELDORF. Zwar ist nach dem Pleitenrekordjahr 2003 die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland im ersten Halbjahr 2004 leicht rückläufig. Von einer Trendwende will Creditreform jedoch nicht sprechen. Einen spürbaren Rückgang der Firmenpleiten im Gesamtjahr erwartet sie nicht.

In den ersten sechs Monaten des Jahres sei die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 1,7 % auf 19 300 Fälle gesunken, sagte Creditreform-Hauptgeschäftsführer Helmut Rödl. „An der breiten Front gibt es aber keine Entwarnung. Fast 20 000 Unternehmenspleiten bedeuten noch keine Trendwende“, warnte er vor übertriebenem Optimismus. Während in Ostdeutschland 7,4 % weniger Pleiten registriert wurden, wies Westdeutschland indes immer noch eine leichte Steigerung um 0,2 % auf 14 700 Fälle auf.

Für das Gesamtjahr rechne Creditreform mit 39 000 bis 41 000 Unternehmensinsolvenzen. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Firmeninsolvenzen um 5,5 % auf den Rekordwert von 39 700 gestiegen. 2002 hatte es sogar 16,1 % mehr Unternehmenspleiten gegeben.

Auffällig viele Unternehmen aus der Bekleidungsindustrie seien unter den gescheiterten Firmen, sagte Rödl. Eine Erholung verzeichnete den Angaben zufolge das Verarbeitende Gewerbe, wo die Unternehmensinsolvenzen um 12,7 % zurückgegangen seien. Im Baugewerbe schrumpfte die Zahl der Insolvenzen um 7,5%. Im Handel dagegen stiegen die Pleiten leicht um 1,5 %.

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