
Eigentlich sollte es in dem Gespräch mit dem deutschen Logistikpapst Professor Horst Wildemann in München, der als einer der Ersten die Herausforderungen des Toyota-Systems für die Industrie analysierte, um andere Dinge gehen: Um die Chancen einer neuen Industriepolitik für die High-Tech-Branche in Deutschland, die Wildemann nach dem BenQ-Desaster beschrieben hatte. Am Ende zieht der Professor ein Papier aus der Tasche und sagt: "Schauen Sie mal."
Schon die ersten Zeilen fesseln: "Die Konzeption einer Hall of Fame ermöglicht die Auszeichnung herausragender Unternehmer, die sich um das Wohl des Wirtschaftsstandortes Deutschland in höchstem Maße verdient gemacht haben. Durch die Schaffung einer symbolischen Ruhmeshalle können Laureaten geehrt werden, deren Leistungen für ihr Unternehmen und die Gesellschaft Vorbild und Orientierung zugleich sind.
Im Zentrum des Interesses der Hall of Fame stehen Unternehmer in Familienkonzernen und in mittelständischen Unternehmen. Die Rolle erfolgreicher Unternehmer, die über Generationen hinweg Maßstäbe in der visionären, nachhaltigen und zeitgemäßen Unternehmensführung gesetzt haben, darf für den Mittelstand nicht unterschätzt werden.
Bislang vorhandene Halls of Fame, wie die Logistik Hall of Fame oder die vom "Manager Magazin" jährlich ausgeschriebene Hall of Fame fokussieren auf anderen Spezifika und können deshalb dem Anliegen nicht entsprechen." Die Idee für die "Handelsblatt Hall of Fame des deutschen Unternehmertums" war geboren. Der Verlag stellte sich hinter das Projekt, mit den Wirtschaftsprüfern der KPMG fand sich ein ebenso engagierter wie interessierter Sponsor, der sich mit dem Projekt identifizierte.
Die Jury-Mitglieder brauchten nicht zweimal gebeten zu werden. Mit Unterstützung von Wildemann waren sie schnell gefunden. Ziel war es, eine kundige wie vielgestaltige "Mannschaft" zu formen, um auf die Kandidatensuche zu gehen. Die Jury setzt sich zusammen aus Wendelin von Boch-Galhau (Villeroy & Boch AG), Dr. Axel Claus Heitmann (Lanxess AG), Prof. Dr. Brun-Hagen Hennerkes (Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz), Ewald Marquardt (J&J Marquardt Rainer Nahrendorf (Handelsblatt), Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher (KPMG), Prof. Dr. Wolfgang Reitzle (Linde AG), Maria-Elisabeth Schaeffler (INA Holding), Dr. Wolfgang Schumann (Rudolf Chemie), Prof. Dr. Horst Wildemann (TU München), Bernd Ziesemer (Handelsblatt).