Harte Konkurrenz
Autohersteller: Internationale Präsenz wichtiger denn je

Innovative Technik, gute Qualität – damit überzeugen deutsche Autohersteller und Zulieferer auch bei harter Konkurrenz. In vielen Regionen der Welt boomt der Kfz-Markt. Die Unternehmen müssen international aufgestellt sein, sich aber gleichzeitig Produkt- und Markenpiraterie hüten.

KÖLN. „Das Ausfuhrgeschäft bleibt die Stütze der deutschen Automobilkonjunktur.“ Für Bernd Gottschalk, den Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), ist dies keine Frage. Sieben von zehn in Deutschland produzierten Fahrzeugen rollen ins Ausland, während der Inlandsnachfrage immer noch die Dynamik fehlt. Gottschalk verweist auf die internationalen Erfolge der deutschen Pkw-Hersteller, die ihre weltweiten Auslieferungen in den vergangenen zehn Jahren um mehr als die Hälfte steigern konnten.

„Wir haben mit unserer Modelloffensive, die alle Segmente umfasst, neue Trends gesetzt. Zudem sind wir Patentweltmeister.“ Erfreulich läuft auch das Exportgeschäft der deutschen Zulieferer. Von allen Sparten der Branche konnte dieser Bereich zuletzt die größten Ausfuhrsteigerungen erzielen.

Weil die Geschäfte jenseits der Grenzen schneller zulegen als im Inland, schreitet die Internationalisierung des Sektors voran. Die deutschen Kfz-Teile-Hersteller erzielen heute bereits rund 40 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Doch nicht nur das Exportgeschäft wächst kräftig, auch das Auslagern der Fertigung nimmt weiter zu. Immer mehr deutsche Zulieferer haben sich entschlossen, ihre Beschaffung durch weltweite Aktivitäten zu optimieren. Außerdem begleiten sie ihre Traditionskunden beim Aufbau neuer Auslandsproduktionen. Die deutsche Kfz- Teile-Industrie ist bereits durch knapp 1.800 Produktionsstätten im Ausland vertreten. Deutschland entwickelt sich dabei zur Schaltzentrale eines global integrierten Fertigungsverbundes.

Das wichtigste Absatzgebiet für deutsche Automobilbauer und Zulieferer bleibt mit großem Abstand Westeuropa. Gut die Hälfte der deutschen Ausfuhren von Kfz-Teilen und -Zubehör ging 2005 in diese Region. Die stabile westeuropäische Pkw-Konjunktur sorgt für gute Geschäfte, deutsche Fahrzeughersteller gewinnen weitere Marktanteile hinzu. Besonders bei Dieselfahrzeugen und im Premiumbereich habe die deutsche Automobilindustrie die Nase vorn, erklärt VDA-Präsident Bernd Gottschalk.

In Frankreich, dem wichtigsten europäischen Auslandsmarkt für Produkte deutscher Zulieferer, hat sich das Absatzklima für Kfz zwar etwas eingetrübt. Dennoch bauen deutsche Pkw-Hersteller ihre Marktanteile weiter aus. Für Bernd Gottschalk liegt die Ursache auf der Hand: „Unsere attraktiven Modelle sind der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Ansprechendes Design und innovative Raumkonzepte begeistern die Käufer, die heute mehr Auto für ihr Geld bekommen.“

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