Hersteller von Spezialverpackungen
Gerresheimer geht auf Einkaufstour

Der Düsseldorfer Konzern Gerresheimer will durch Zukäufe wachsen. Oberste Priorität haben Anbieter von medizinischen Applikationssystemen wie Spritzensysteme und Inhalatoren – in den USA und in Asien.
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DüsseldorfDer Spezialverpackungshersteller Gerresheimer will sein Wachstum mittels Übernahmen ankurbeln. „Auch künftig wollen wir sowohl organisch als auch durch Zukäufe wachsen“, kündigte Vorstandschef Uwe Röhrhoff am Donnerstag in Düsseldorf an. Als oberste Priorität nannte er in den USA Anbieter von medizinischen Applikationssystemen wie Spritzensysteme und Inhalatoren. Aber auch in Asien will der Vorstand Ausschau nach geeigneten Übernahmekandidaten halten. „Kleinere Zukäufe zwischen 60 und 80 Millionen Euro können wir problemlos stemmen“, erklärte Finanzvorstand Rainer Beaujean. Größere Akquisitionen seien aber auch möglich angesichts einer Verschuldung von etwa einer Milliarde Euro.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 profitierte der Düsseldorfer Konzern von gut laufenden Geschäften mit der Pharmaindustrie und einem Zukauf in Indien. Umsatz und Gewinn legten zu. Die Aktionäre sollen an den Zuwächsen mit einer um fünf Cent auf 70 Cent angehobenen Dividende beteiligt werden.

An der Börse schnellte die Aktie um mehr als fünf Prozent auf 51,36 Euro nach oben und war damit größter Gewinner im Nebenwerteindex MDax. DZ-Bank-Analyst Sven Kürten bescheinigte Gerresheimer eine „sehr starke Profitabilität.“ Der Ausblick erscheine konservativ.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 (per Ende November) steigerte Gerresheimer den bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) um 4,1 Prozent auf 249,8 Millionen Euro und lag damit am oberen Rand der Prognose. Der Überschuss legte um 17,2 Prozent auf 103,5 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte um 3,8 Prozent auf 1,265 Milliarden Euro, währungsbereinigt um 5,8 Prozent.

Für das seit Dezember laufende Bilanzjahr 2013/14 kündigte Konzernchef Röhrhoff weitere Zuwächse an. Die Erlöse sollen um vier bis sechs Prozent steigen, das bereinigte Ebitda 250 bis 265 Millionen Euro erreichen.

Gerresheimer hatte zuletzt seine Konzernstruktur gestrafft und auf Management-Ebene Stellen gestrichen. Tubular Glass (Röhrenglas) wurde aufgeteilt und dem neu benannten Bereich Plastic & Devices (Insulin-Pens, Ansthma-Inhalatoren) und Primary Packaging Glass (Pharmagläser, Ampullen, Kosmetikglas) zugeschlagen. Die Bereiche werden künftig von Vorstandsmitglied Andreas Schütte beziehungsweise Konzernchef Röhrhoff geführt. Die Verantwortung für Life Science Research (Laborglas) übernahm zusätzlich Finanzvorstand Beaujean.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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