Hohe Energie- und Rohstoffpreise wirken dämpfend
Mittelständler erwarten Konjunkturbelebung

Nach einer am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten DZ-Bank-Umfrage erwarten 38 Prozent der Unternehmen in den nächsten sechs Monaten bessere Geschäfte. Im Herbst waren es noch 37 Prozent. Dagegen befürchten rund 13 Prozent der 1500 befragten Unternehmen eine negative Entwicklung (Herbst 2004: 14 Prozent).

FRANKFURT/M. Dämpfend wirkt nach Einschätzung der Ökonomen vor allem der starke Anstieg von Energie- und Rohstoffpreisen. Gerade kleinere Betriebe könnten diese Lasten nicht an ihre Kunden weitergeben. „Jedes zehnte Unternehmen glaubt sogar, dass die anhaltenden Preissteigerungen das Unternehmen in Existenznot bringen könnten“, sagte der Leiter der DZ- Bank-Mittelstandsabteilung, Ulrich Dexheimer, über Unternehmen mit Jahresumsätzen von 500 000 bis 5 Mill. Euro.

Viele Mittelständler reagierten mit Investitionskürzungen. 68 Prozent der befragten Unternehmen wollen im nächsten halben Jahr investieren, bei der Herbstbefragung waren es noch 72 Prozent. Nur knapp ein Viertel (22 Prozent) will das Investitionsvolumen erhöhen.

„Von einem Einbruch der Investitionen kann zwar nicht die Rede sein, aber ein Niveau, das der Konjunktur einen kräftigen Impuls verleihen könnte, ist wieder in die Ferne gerückt“, befand Chefvolkswirt Hans Jäckel.

Das spiegele sich auch in der Beschäftigungsplanung: Jedes fünfte Unternehmen gab an, es rechne künftig mit weniger Personal, 14 Prozent wollen neue Jobs schaffen. Die restlichen zwei Drittel (66 Prozent) rechnen mit einer konstanten Mitarbeiterzahl - das ist der höchste Wert seit der ersten DZ-Bank-Umfrage 1995.

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