Hohe Ergebnisbelastung erwartet
Kolbenspezialist Mahle schließt vier Werke

Der Automobilzulieferer Mahle rechnet mit hohen zweistelligen Millionenbelastungen im zweiten Halbjahr und plant die Schließung von vier Werken.

HB STUTTGART. Als Grund für die schlechten Aussichten gab Vorstandschef Heinz Junker am Montag in Stuttgart Probleme im US-Geschäft, einen extremen Anstieg der Stahl- und Kunststoffgranulatpreise sowie hohe Integrationskosten für übernommene Unternehmen an. Wegen der negativen Entwicklung schraubte der Kolbenspezialist auch seine Umsatzprognose für 2008 zurück.

Restrukturierungsmaßnahmen seien bereits eingeleitet worden, erklärte Junker. Eine Werkschließung in Kanada und drei in den USA seien beschlossen worden. Mit positiven Effekten aus diesen Maßnahmen sei allerdings nicht vor dem Zeitraum 2009/10 zu rechnen. Bis zu diesem Zeitpunkt werde der Autozulieferer auch auf weitere Zukäufe verzichten.

Der Mahle-Chef hatte bereits zu Beginn des Jahres stagnierende Gewinne prognostiziert. Der Autozulieferer sei schon im ersten Halbjahr hinter dem Ergebnis der ersten sechs Monate des Vorjahres zurückgeblieben, teilte Junker mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Der Umsatz legte dagegen vor allem wegen Erstkonsolidierungen um 7,3 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr rechnet der Kolbenspezialist mit einem Anstieg der Erlöse um knapp fünf Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Ursprünglich war Junker von einem Umsatzanstieg auf 5,5 Milliarden Euro ausgegangen. 2007 hatte der Gewinn bei 223 Millionen und das Vorsteuerergebnis 308 Millionen Euro gelegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%