Hohe Unternehmensgewinne und sinkende Schulden stärken die Widerstandskraft
IWF lobt Stabilität des Finanzsystems

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält das globale Finanzsystem derzeit für ausgesprochen robust. Es gebe beträchtliche Puffer, die es dem Finanzsystem ermöglichten, negative Auswirkungen ungünstiger ökonomischer Entwicklungen zu absorbieren, sagte Gerd Häusler, Leiter der Abteilung Finanzmärkte des IWF bei der Vorstellung des „Global Financial Stability Report“ in Frankfurt.

noh FRANKFURT/M.Mittelfristig bergen dem Report zufolge die Verschuldung der US-Haushalte sowie die Entwicklung auf dem dortigen Immobilienmarkt nicht unbeträchtliche Risiken.

„Auf kurze Sicht ist unsere Botschaft positiv“, sagte Häusler: „Die Widerstandskraft des internationalen Finanzsystems wird immer größer.“Auch die Folgen des Hurrikans „Katrina“ stellten keine Gefahr dar, weil die Auswirkung auf das US-Wirtschaftswachstum begrenzt seien. Der insgesamt beruhigende Tenor des Berichts stellt ein Gegengewicht gegen vielfältige Warnungen vor negativen Folgen globaler Ungleichgewichte dar, wie sie von vielen Volkswirten immer wieder vorgebracht werden.

Die gewachsenen Risikopuffer bestehen für den Internationalen Währungsfonds darin, dass Unternehmen und Banken, begünstigt durch die niedrigen Anleihezinsen und das kräftige Wachstum der Weltwirtschaft, ihre Gewinne kräftig gesteigert und ihren Verschuldungsgrad im Verhältnis zum Eigenkapital deutlich gesenkt hätten. In eingeschränktem Maße gelte dies auch für die privaten Haushalte.

Positiv bewertet der Fonds auch die zunehmende Bedeutung professioneller Investoren mit unterschiedlichen Investitionsstrategien. Pensionsfonds und Lebensversicherer mit ihrem langfristigen Analgehorizont sorgten für relative Stabilität, während die kurzfristiger orientierten Hedge-Fonds Liquidität bereitstellten.

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