Holzhaus-Hersteller
Luxus-Domizile aus heimischem Baumbestand

Mahagoni kommt ihr nicht ins Haus. Selbst zertifizierte Ware lässt sie nur unter Zähneknirschen zu. Dagmar Fritz-Kramer, Chefin des Holzhaus-Herstellers Bau-Fritz, macht ökologisches Bauen bei Besserverdienenden salonfähig – Jetzt expandiert die Erbin ins Ausland.

KÖLN. Dagmar Fritz-Kramer ist kein Fan von Tropenhölzern. Sie verbaut am liebsten deutsche Gewächse. Die Chefin des bayrischen Holzhausbauers Bau-Fritz weicht ungern von den eigenen Öko-Vorgaben ab. Das Prinzip ist ihr heilig, und das hat seinen Sinn: In Erkheim im Allgäu entstehen die edelsten Holzhäuser der Republik.

Fritz-Kramer führt eine Nobel-Marke des guten Gewissens. Das Unternehmen reklamiert die höchsten ökologischen Normen in der Branche. Und darum verlangt es selbst für standardisierte Fertighäuser von der Stange stolze Summen. Zwar gibt es 13 Häuserversionen, die schon ab um 140 000 Euro zu haben sind. Doch nur einer von zwanzig Käufern greift auf eines dieser günstigen Angebote zurück. Der Großteil kauft individuell gestaltet ein, und damit teuer. Luxus-Holzhäuser mit Hallenbad, Sauna und Wintergarten kosten weit mehr als eine Mio. Euro und zeugen trotzdem von Umweltbewusstsein. „Unsere Kunden haben hohe Ansprüche und bezahlen auch dafür“, sagt Fritz-Kramer, die ihre ausgesuchte Kundschaft zu schätzen weiß.

Öko-Häuser für Besserverdienende: Mit diesem Konzept ist Bau-Fritz in Deutschland Marktführer. Die Unternehmenschefin will die edlen Holzhütten nun auch in andere Länder exportieren. In der Schweiz macht das Unternehmen schon mehr als zehn Prozent seines Umsatzes, der in diesem Jahr 53 Mill. Euro erreichen soll. Neben Österreich und den Benelux-Staaten hat Fritz-Kramer seit dem vergangenen Jahr auch den englischen Markt im Visier. Anfang 2006 gründete sie eine Vertriebsgesellschaft in Cambridge, einige Monate darauf lief bereits die erste Marketingkampagne an. In diesem Jahr hat Bau-Fritz in England bereits Häuser im Wert von einer Mill. Euro verbaut.

Bei der Expansion ins Ausland bleibt Fritz-Kramer der Tradition des Familienunternehmens treu: Das Ziel ist langsames, aber stetiges Wachstum. Ohnehin ist der Betrieb nicht unbedingt etwas für Renditefans. Der Gewinn macht nur zwei Prozent vom Umsatz aus. Für Fritz-Kramer ist das kein Problem: „Wir stecken jeden überzähligen Euro in die Firma und in neue Produkte. Zum Glück sind wir nicht an der Börse: Wenn wir Aktionäre hätten, dürften wir gar nicht so wirtschaften.“

Die lange Unternehmensgeschichte gibt ihr Recht, denn die Firma existiert bereits seit mehr als 100 Jahren. 1896 hatte der Urgroßvater der heutigen Inhaberin den Betrieb als Zimmerei begonnen. Heute hat die Firma 250 Mitarbeiter.

Seite 1:

Luxus-Domizile aus heimischem Baumbestand

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%