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Homag-Chef Markus Flik: „Unser langfristiges Ziel ist eine Verdoppelung“

Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen will nach seiner Restrukturierung mittelfristig wieder an frühere Umsätze anknüpfen. Homag-Chef Markus Flik über seinen Branchenwechsel und warum China immer wichtiger wird.

Homag-Chef Markus Flik. Quelle: Andy Ridder
Homag-Chef Markus Flik. Quelle: Andy Ridder

Handelsblatt: Herr Flik, Sie mussten als Chef eines Autozulieferers weichen und wechselten zu Homag, einem Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen. Wie kommen Sie in der anderen Branche zurecht?

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Markus Flik: Als Ingenieur kann ich mich gut umstellen. Es geht ja auch hier um anspruchsvolle technische Produkte. Und Homag ist der weltgrößte Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen mit außerordentlich komplexen Produkten.

Was haben Sie aus der Autoindustrie mitgebracht, mit dem Sie im neuen Job Akzente setzen können?

Autozulieferer haben nur wenige, aber dafür sehr große und entsprechend mächtige Kunden. Deshalb sind sie gezwungen, ihre Produktivität ständig zu verbessern. Was die ständige Optimierung der Prozesse angeht oder die Verkürzung von Durchlaufzeiten in Produktion und Entwicklung, kann ich hier schon einiges einbringen.

Lassen sich die Erfahrungen eins zu eins übertragen?

Natürlich nicht ganz. Bei Holzbearbeitungsmaschinen haben Sie ja eine viel größere Zahl unterschiedlichster Kunden, vom Handwerksbetrieb mit fünf Leuten über die Möbelfabrik bis hin zu weltweit tätigen Konzernen.

Was heißt das konkret für Ihr Unternehmen?

Die technischen Ansprüche der Kunden sind ungleich vielfältiger. Darin besteht die Herausforderung.

Sie sind erst ein halbes Jahr im Amt und wollen drei Standorte schließen. Sind das Ihre vielgerühmten schlanken Abläufe?

Die betroffenen Standorte haben über Jahre ihre Ziele beim Auftragseingang und Ergebnis nicht erreicht, und es gab Doppelarbeit. Im Übrigen wollen wir nicht nur schließen, sondern werden auch Prozesse neu gestalten. Insgesamt werden aus zehn jetzt sieben Standorte in Deutschland, an denen wir Maschinen produzieren. Von maximal 180 Mitarbeitern müssen wir uns leider trennen. Und das Metallschleifgeschäft werden wir abgeben.

Sanieren mussten Sie bei der Firma Behr, Ihrem vorherigen Arbeitgeber, auch schon. War das eine Qualifikation für Ihren neuen Job?

Homag ist ein profitables Unternehmen. Wir werden zwar 2011 unter dem Strich wegen der Kosten für die Restrukturierung einen Verlust schreiben. Operativ sind wir aber mit einer Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 7,7 Prozent gut unterwegs. Und ab 2013 wollen wir die Profitabilität um bis zu acht Millionen Euro erhöhen. Mittelfristig wollen wir den früheren Umsatz von 850 Millionen Euro erreichen.

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