Hubertine Underberg-Ruder
„Wir verkaufen vor allem Wohlbefinden“

Wer im Ausland Geschäfte machen will, braucht mehr als gute Produkte und Dienstleistungen. Hubertine Underberg-Ruder, die mit Kräuterschnaps erfolgreich wurde, über ihr Engagement im Ausland und den Schlüssel zum Erfolg.
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Frau Underberg-Ruder, was war das Wichtigste, um ihr Familienunternehmen mit der Traditionsmarke Underberg als Getränkehaus international zu etablieren?

Hubertine Underberg-Ruder: Für uns sprechen unsere einzigartigen, starken Marken, die im Premiumbereich angesiedelt sind. Diesen Vorteil haben wir mit einem großen Verständnis für die jeweiligen internationalen Kunden und den Markt verbunden. Und wir hatten einen langen Atem.

Welche Marktveränderungen sind im internationalen Vergleich zurzeit spürbar?

Eine allgemeine Antwort fällt schwer. Der deutsche Sprachraum ist in der Konsumentenstimmung, und daher auch im Markt, stabil bzw. leicht wachsend. Eine Herausforderung ist allerdings der starke Franken in der Schweiz. Die Euro-Krisenländer Griechenland und Portugal, aber auch Ungarn haben schwer zu kämpfen. Positiv entwickelt haben sich Russland – und auch Brasilien, wenngleich sich die Wirtschaft dort in den vergangenen zwei bis drei Monaten wieder abgekühlt hat.

Ihr großes Anliegen im Auslandsgeschäft ist es, die jeweils lokale Kultur zu respektieren. Warum ist Ihnen das so wichtig?

Wir verkaufen zwar auch Spirituosen und Schaumwein, aber vor allem Wohlbefinden. Und dafür ist eine Kenntnis der lokalen Kultur unerlässlich. Es ist auch für die eigene Glaubwürdigkeit und die Authentizität unserer qualitativ hochwertigen Marken von höchster Wichtigkeit.

Ihr Ratschlag an kleine und mittlere Betriebe, die den Schritt ins Auslandsgeschäft planen?

Ganz wichtig sind Kundennähe, organisches Wachstum, viel Geduld – und natürlich ein Quäntchen Glück.

Carina Kontio ist Redakteurin im Ressort Unternehmen & Märkte.
Carina Kontio
Handelsblatt / Redakteurin Unternehmen

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