Ifo-Umfrage
Firmen befürchten drastischen Fachkräfte-Engpass

Die meisten deutschen Unternehmen stellen sich auf erhebliche Engpässe bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern ein. Ab 2015 rechnen zwei Drittel mit einer "mittleren" oder "starken" Verknappung von Fachkräften. Auf lange Sicht sieht es sogar noch schlechter aus.
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HB BERLIN. Eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter den Personalleitern von 1500 Firmen ergab, dass 71 Prozent der befragten Firmen einen Engpass ab 2020 befürchten. Aktuell geben 40 Prozent der Unternehmen an, dass sie Schwierigkeiten bei der Besetzung von Stellen haben.

Als Gegenmaßnahme setzen 71 Prozent auf gezielte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. "Fast die Hälfte der befragten Unternehmen versucht zudem, die eigenen Facharbeiter durch besondere Maßnahmen an den Betrieb zu binden", teilte das Ifo-Institut mit. 15 Prozent der Unternehmen reagieren mit strategischen Maßnahmen wie Auslagerungen, Zukäufen oder Kooperationen. "Aber auch die Verlagerung der Produktion wurde wiederholt als Folge des Fachkräftemangels genannt", hieß es.

Kleine und mittelgroße Unternehmen sehen den Engpass vor allem bei Mitarbeitern mit einem qualifizierten Berufsabschluss "Firmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern klagen hingegen vorwiegend über einen Mangel an Akademikern", erklärten die Ifo-Forscher. Fast zwei Drittel der Großunternehmen sagen für 2020 einen Mangel an Fachkräften in den Ausbildungsberufen voraus.

Kommentare zu " Ifo-Umfrage: Firmen befürchten drastischen Fachkräfte-Engpass"

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  • Der Staat sollte mehr für die Ausbildung der intelligenten Kinder und Jugendlichen tun. Ferner sollte er viel stärker Neugründungen fördern. Die Wirtschaft sollte ihre Personaler ausbilden oder durch ausgebildete Fachleute ersetzen. Mobbing ab 50 darf nicht weiter ein Mittel der Personalentwicklung sein.

  • Ja aber HALLLOO, was soll denn das nur für eine information sein? Wer ist denn hierzulande so blöd, die heutige Arbeits- und Auftragslage und die Unternehmensstrukturen in das Jahr 2020 zu extrapolieren? Hat denn jemals überhaupt nur ein 5-Jahresplan irgendwo funktioniert?

    Ausserdem ist die Rente bei 67 Jahren. Da gibt es massenweise 50+ Leute mit bester Ausbildung und jahrelanger Erfahrung ! Aber natürlich haben da diese neuen Pseudo-Manager ohne Sachverstand, es deutlich schwerer, blödsinnige Projekte umzusetzen. Denn dafür braucht man unwissende, obrigkeitshörige Arbeiter, die man für fast Nichts an Verdienst einstellen kann...

  • Wenn die jammernden Firmen mal Geld in die Hand nehmen würden und die wegen Krankheit, Alter und sonstigen Gründen aussortierten Akademiker, ingenieure, Fachkräfte einlernen würden und nicht nur als Nummer sehen würden, sondern als Menschen!
    Wie kann man die Geschichte je vergessen, wenn schon wieder solche Tendenzen in der deutschen Wirtschaft zu erkennen sind?
    Von Zwangsarbeit sind wir dank 1 Euro Jobs, Zeitarbeit, Hartz iV Druckmittel nicht mehr weit entfernt! Nur so funktioniert anscheinend der deutsche Traum. Die Oberen Etagen Verwaltung, Vorstand, Chef, etc. bekommen 2 Drittel der Gehälter, die produzierende belegschaft bekommt wen überhaupt nur 1 Drittel.
    Die Pyramide steht auf dem Kopf!!!!
    Nur wenn sich hier mal ernstahft etwas ändert, sodenn es gewollt ist, wird das Drama abgewendet!!!!

    Hochachtungsvoll an die Eliten in unserem Lande.

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