Im Vorfeld der Cebit: Mittelstand im Visier der Softwärehäuser

Im Vorfeld der Cebit
Mittelstand im Visier der Softwärehäuser

Softwarehäuser hoffen auf eine Belebung in der IT-Branche - und haben in diesem Zusammenhang den Mittelstand entdeckt. Nach Jahren der Konjunkturschwäche sehen die Anbieter vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen einen großen Nachholbedarf bei IT-Investitionen. Die meisten der rund 2000 Software-Hersteller, die sich im März (18. bis 24.3.) auf der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover präsentieren, werden daher auch spezielle Lösungen für den Mittelstand im Gepäck haben.

HB MÜNCHEN. Doch Experten dämpfen allzu große Erwartungen an den deutschen Markt: "Die großen Sprünge werden wir in den nächsten Jahren sicher nicht sehen", sagt Matthias Zacher vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen META Group in München.

Gerade Firmen mit bis zu 500 Beschäftigten achteten häufig streng auf die Kosten und reizten ihre Systeme bis zum Letzten aus, bevor sie neu investieren. "So lange die Geschäftsabläufe funktionieren, reicht das den Unternehmen", sagt Zacher. Für 2004 und 2005 könne die Branche zumindest aber wieder auf solide Wachstumsraten im deutschen IT-Mittelstandsmarkt von etwa fünf und sechs Prozent hoffen. Neben Software für Buchhaltung oder Warendisposition gewännen Angebote zur Organisation von Logistik-Ketten und Kundenbeziehungen sowie für Finanzdienstleistungen an Bedeutung. 16,5 Mrd. ? werden deutsche Mittelständler 2004 in die IT stecken, erwartet Zacher.

Die Großen der Branche wollen für anziehende Investitionen gerüstet sein. So hatte Branchenprimus Microsoft vor wenigen Monaten mit der Ankündigung milliardenschwerer Investitionen in das Mittelstandsgeschäft für Aufsehen gesorgt. "Der Markt ist stark im Umbruch, viele Firmen verfügen über Altlösungen, die mit Anforderungen von Kunden und Lieferanten nicht Schritt halten können", sagt Microsoft-Manager Jürgen Baier. Vor kurzem hat Microsoft eine speziell auf den deutschen Markt zugeschnittene Version seiner Kundenbeziehungs-Software "CRM 1.2" veröffentlicht. "Das ist sehr gut angelaufen", sagt Baier.

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