Index für November
IT-Ausgaben im Mittelstand ziehen wieder an

Die Herbstbelebung im deutschen Mittelstand reichte dieses Jahr bis in den November, und der Ausblick auf die kommenden Monate ist weiter positiv. Nach der Abschwächung im Oktober realisierte die deutliche Mehrheit wieder gestiegene Ausgaben für Informationstechnologie. Auch mit Blick auf die kommenden Monate überwiegen für die IT expansive Investitionsplanungen.

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 % zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, hat Cisco Systems Anfang 2003 gemeinsam mit TechConsult den „IT-Mittelstandsindex“ ins Leben gerufen. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-Investitionen eingefangen.

Die Verbesserung der Umsatzsituation hielt im November an. Der Index der Umsatzlage blieb konstant bei 118 Punkten (siehe Grafik). Die überwiegende Zahl der Mittelständler konnte demnach auch im November steigende Umsätze erzielen. Nach Einschätzung der mittelständischen Unternehmen wird sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen. Der Indikator der Umsatzerwartungen hält mit 123 Zählern weitgehend das Niveau des Oktobers (126 Punkte). Damit ist die Zuversicht weiter besser als die derzeitige Stimmung. Angesichts der sich seit September verbessernden Lage haben sich jedoch die Erwartungen entsprechend angepasst und sind gesunken.

Die gegenwärtige Entwicklung bestätigt den Eindruck vom September, dass sich die diesjährige Herbsterholung zeitlich dehnen wird und dafür nicht so heftig verläuft wie im Vorjahr. Im November 2003 fiel der Lageindex gegenüber Oktober 2003 bereits wieder deutlich um 28 auf 107 Punkte.

Abschlüsse in letzter Minute

Bis auf den Dienstleistungssektor erzielte in allen Branchen die Mehrheit der Unternehmen und Organisationen gegenüber Oktober gestiegene Einnahmen. Ganz besonders trifft diese positive Entwicklung auf den vom Weihnachtsgeschäft profitierenden Handel zu. Der öffentliche und Non-Profit-Sektor entspricht mit seiner Entwicklung der Einnahmen und Beiträge der Gesamtentwicklung. Gleiches gilt für den Finanzbereich. Nach den Energie- und Wasserversorgern weisen die Finanzdienstleister die optimistischsten Umsatzerwartungen auf. Offenbar wird verbreitet mit Abschlüssen noch in letzter Minute gerechnet, beispielsweise bei Lebensversicherungen. Der öffentliche und Non-Profit-Sektor erwartet einen überwiegend verbesserten wirtschaftlichen Verlauf, jedoch in etwas unterdurchschnittlichem Ausmaß.

Sehr erfreulich entwickelten sich die IT-Ausgaben im November. Dies drückt der um 15 auf 118 Punkte gestiegene Indikator der IT-Investitionen aus. Wieder mehr als im Oktober überwogen demnach die Unternehmen mit gewachsenen IT-Spendings. Darüber hinaus bleibt der Index der IT-Investitionsabsichten stabil bei 122 Zählern. Die mittelständischen Firmen bleiben also nach eigener Einschätzung auch in nächster Zeit mehrheitlich in Investitionslaune. Die gegenwärtige Situation präsentiert sich deutlich besser als im November letzten Jahres, als der Index der getätigten Ausgaben nur 103 Zähler erreichte.



Treibende Kraft des IT-Marktes waren im November die Finanzdienstleister. In besonderem Maße trifft die Vorreiterfunktion des Finanzsektors auf die kommenden Monate zu. Sämtliche Produktbereiche sind dabei zu nennen, doch sehr auffällig hebt sich das Engagement für Software heraus. Hieran dürften die gesetzlichen Anforderungen an die Bonitätsbewertung der gewerblichen Bankkunden aufgrund Basel II ihren Anteil haben. Die öffentliche Hand und der Non-Profit-Sektor lagen bei der IT-Investitionsneigung im Durchschnitt, für die nächsten Monate zeichnet sich eine leicht überdurchschnittliche Ausgabentendenz ab. Überwiegend rückläufige IT-Investitionen kündigen dagegen Energie- und Wasserversorger an.

Der IT-Mittelstandsindex ist eine Initiative von Cisco Systems in Zusammenarbeit mit TechConsult. Weitere Informationen zum Mittelstandsprojekt von Cisco Systems finden Sie unter der Cisco-Hompage www.cisco.com.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der ifo Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

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