Industrie behält logistische Dienste zunehmend in eigenen Händen
Die Zukunft gehört der Kontrakt-Logistik

Kein Abwärtstrend, aber auch keine Spur vom ungebändigten Wachstumsmarkt Transport: "Die weit verbreitete Vorstellung von einem explodierenden Gütertransport ist ein Mythos", sagt Prof. Peter Klaus vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaft und Logistik an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Das Marktvolumen in Deutschland von 150 Mrd. Euro stagniere oder sei sogar leicht rückläufig, so Klaus in der dritten Auflage der Studie "Top 100 der Logistik", die gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut erstellt wurde und vom Deutschen Verkehrs-Verlag (DVZ) sowie der Bundesvereinigung Logistik (BVL) herausgegeben wird. Mit dem erreichten Umsatzvolumen liegt die Logistik laut Statistischem Bundesamt allerdings noch vor der Chemiebranche (130 Mrd. Euro) und der Ernährungsindustrie (125 Mrd. Euro).

Die derzeitige Stagnation liegt laut Klaus darin begründet, dass die Industrie in einer wachsenden Dienstleistungsgesellschaft immer weniger Güter produziert. Gegenläufige Trends, die für mehr Güterverkehr sorgen, werden von Rationalisierungseffekten in der Logistik überlagert. Lediglich die Transportweiten nehmen zu, weshalb die Verkehrsleistung, gemessen in Tonnenkilometern, wächst. Der Kuchen, der verteilt wird, wächst nicht, dennoch wird das Tortenstück, das für die Logistikdienstleister dabei abfällt, immer größer: Der Trend zur Fremdvergabe (Outsourcing) von Logistikleistungen durch Industrie und Handel sorgt für zusätzliche Geschäfte. Gleichzeitig teilen sich das größer werdende Stück immer weniger Logistik-Anbieter: Der Konzentrationsprozess in der Logistikbranche setzt sich ungebrochen fort.

"Die Zukunft der Branche liegt in der Kontrakt-Logistik", sagt Peter Klaus. Denn das Outsourcing von Logistik-Auftragsabwicklung, Planung, Supply-Chain-Koordinationsleistungen und besonders der Beständewirtschaft habe gerade erst begonnen. Und die Kontrakt-Logistiker könnten ihr Wachstum durch das Angebot zusätzlicher Dienste, die eigentlich nicht der Logistik zuzurechnen sind, noch weiter beschleunigen. In Frage kommen hier etwa Konfektionierungs- und Montagearbeiten. So sind laut Klaus Wachstumsraten von 10 bis 15 % in der Kontrakt-Logistik erreichbar.

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