Inland schwächelt
Otto-Gruppe will weltweit wachsen

Auch im Jahr Eins nach dem Vorstandsvorsitzenden Michael Otto bleibt die Otto-Gruppe weiter auf Wachstumskurs. Der Umsatz der Gesamtgruppe ist auf 11,5 Milliarden Euro gestiegen - das ist ein Plus von 2,4 Prozent. Sorgen bereitet dem international aufgestellten Versandhausriesen allerdings der Gewinn.

HB HAMBURG. Die Last der Verbraucher mit hohen Energiepreisen, Steuern und Abgaben hat auch das Inlandsgeschäft des Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto schwächeln lassen. „In Deutschland kommt das Wachstum leider nicht bei den Verbrauchern an“, sagte Vorstandschef Hans-Otto Schrader am Donnerstag in Hamburg. Die großen Versandhandelshäuser der Gruppe in Deutschland (Otto-Versand, Baur, Schwab) verzeichneten trotz des boomenden Online-Geschäfts durchweg Umsatzrückgänge. „Die zunehmende Internationalisierung ermöglicht es uns, regionale Schwankungen auszugleichen und weltweit Wachstumschancen zu nutzen“, fügte Schrader hinzu, der im vergangenen Herbst die Führung des Unternehmens von Michael Otto übernommen hatte.

Der Konzern erwartet im laufenden Geschäftsjahr (28.2.) mehr Umsatz und Gewinn. Es gebe für die Gruppe weiterhin gute Wachstumschancen vor allem im Ausland und im Dienstleistungsbereich, unterstrich Schrader. Es gebe gute Möglichkeiten in Mittel- und Osteuropa, Russland und Asien. Der Auslandsanteil der Otto Group betrage mittlerweile mehr als 53 Prozent.

Otto ist ein Weltkonzern mit 123 wesentlichen Unternehmen in 19 Ländern und 52 700 Mitarbeitern. Der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr betrug 11,5 Milliarden Euro, das sind auf vergleichbarer Basis 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der größte Teil des Umsatzes, mehr als neun Milliarden Euro, entfällt auf diverse Handelsaktivitäten, doch dieser Teil des Geschäfts stagniert und war währungsbedingt im abgelaufenen Geschäftsjahr sogar rückläufig. Wachstum erzielt Otto aus handelsnahen Dienstleistungen, die vom Einkauf über die Logistik bis zur Finanzierung reichen. „Die Globalisierung hat erst begonnen“, sagte Schrader. Mit Hilfe von Otto können Händler zum Beispiel Waren aus Asien entwerfen lassen, einkaufen, transportieren, ausliefern und finanzieren.

Der Gewinn vor Steuern betrug zuletzt 457 Millionen Euro und lag damit deutlich unter dem Rekordgewinn des Vorjahres von 535 Millionen Euro. Schrader begründete das mit rückläufigen Versandhandels- Umsätzen und hohen Investitionen.

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