Insolvenz der Papierfabrik
Energiekosten brechen Scheufelen das Genick

Durch die dramatisch gestiegenen Preise für Energie und Rohstoffe hat die traditionsreiche Papierfabrik Scheufelen Insolvenz angemeldet. Nun soll ein Investor für das Unternehmen gefunden werden, damit möglichst viele der 620 Arbeitplätze erhalten bleiben.

HB LENNINGEN. Trotz umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen sei es nicht gelungen, die seit Jahren wachsenden Preise auszugleichen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Lenningen (Kreis Esslingen) mit und bestätigte einen Bericht des Südwestrundfunks (SWR). Ein Sprecher des Amtsgerichts Esslingen sagte, ein Insolvenzverwalter werde nun versuchen, einen Investor für das 1855 gegründete Familienunternehmen zu finden. Möglichst viele der 620 Arbeitsplätze in der Papierfabrik sollen Angaben des Unternehmens zufolge erhalten werden.

Scheufelen fährt seit Jahren einen Sparkurs. In den vergangenen Jahren seien rund 300 Arbeitsplätze gestrichen worden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Probleme machten Scheufelen den Angaben zufolge neben der hohen Preise für Energie und Rohstoffe auch die seit Jahren stetig fallenden Preise für Bilderdruckpapiere. Der Heidelberger Insolvenzverwalter Jobst Wellensiek erklärte in einer Mitteilung: „Der Geschäftsbetrieb geht in vollem Umfang und mit der gewohnten Qualität weiter.“ Der Auftragseingang sei stabil.

Die Fabrik stellt pro Jahr 290 000 Tonnen hochwertiges Papier her, unter anderem für Kataloge, Broschüren und Geschäftsberichte. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Scheufelen einen Umsatz von 228 Mill. Euro.

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