Insolvenz
Weniger Firmenpleiten in 2005

Im vergangenen Jahr haben in Deutschland weniger Unternehmen Insolvenz angemeldet. Die Amtsgerichte registrierte insgesamt 36 843 Unternehmenspleiten. Das sind sechs Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

HB BERLIN. Dabei gingen die Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften um 13 Prozent auf gut 19 500 zurück. Allerdings meldeten mehr als 17 000 Einzelunternehmen, Freiberufler und Kleinunternehmen Zahlungsunfähigkeit an, 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Nachdem die Zahl der Firmenpleiten 2003 mit 39 320 einen Höchststand erreicht hatte, war sie 2004 nur auf 39 213 zurück gegangen.

Die Gesamtzahl der Insolvenzen stieg 2005 um gut 15 Prozent auf fast 137 000, da vor allem die Verbraucherpleiten um 40 Prozent auf fast 70 000 zulegten. Grund für den starken Anstieg privater Insolvenzen ist nach Ansicht von Experten die Vereinfachung des Insolvenzrechts. Allein im Dezember registrierten die Gerichte mehr als 7 000 zahlungsunfähige Verbraucher und damit 53 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Knapp 3 000 Firmen konnten ihre ausstehenden Zahlungen nicht mehr begleichen, ein Rückgang um neun Prozent gegenüber Dezember 2004.

Nach Angaben der Gerichte sanken die Forderungen der Gläubiger 2005 um drei Milliarden Euro auf knapp 36 Milliarden Euro. Davon seien 64 Prozent ausstehende Zahlungen von Unternehmen. Die Pleiten bedrohten auch weniger Arbeitsplätze: 2004 waren noch 200 000 Arbeitnehmer von Insolvenzen betroffen, im vergangenen Jahr drohte knapp 170 000 Menschen der Jobverlust wegen einer Firmenpleite. Allerdings konnte in beiden Jahren bei etwa 15 Prozent der Firmen keine Angabe über die Beschäftigten gemacht werden.

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