Insolvenzen April
Weniger Firmen gehen pleite

Der Trend der Vormonate hat sich auch im April fortgesetzt: Die Firmenpleiten gehen zurück, die Privatinsolvenzen nehmen zu. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform hat eine Erklärung dafür.

HB BERLIN. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Freitag meldeten die Amtsgerichte 2 596 Unternehmenspleiten und damit fast ein Viertel weniger als ein Jahr zuvor. Im Kontrast dazu stiegen die Verbraucherpleiten erneut an um fast ein Fünftel auf 6 607 Fälle.

Creditreform sieht als Hauptgrund für den Rückgang bei den Firmenpleiten die Erholung im Baugewerbe und Einzelhandel. Die Privatpleiten schnellten dagegen nach oben, weil überschuldete Menschen zu lange auf eine Schuldnerberatung warten müssten.

Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen belief sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf 11 718 Fälle – das waren 0,5 Prozent mehr als im April 2005.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gaben die Gerichte für April 2006 mit 3,4 Mrd, Euro an im Vergleich zu 2,9 Mrd. Euro für den Vorjahresmonat. Obwohl die Unternehmenspleiten nur etwa ein Viertel der Insolvenzfälle ausmachen, entfielen auf sie rund 65 Prozent aller Forderungen.

Von Januar bis April 2006 wurden 11 006 Insolvenzen von Unternehmen (minus 12,7 Prozent) und 28 333 Insolvenzen von Verbrauchern (plus 41,6 Prozent) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte in diesen vier Monaten 49 846 Insolvenzen; das waren 17 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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