International Financial Reporting Standards
Wie Bilanzen international werden

Internationale Bilanzen sind nicht nur etwas für international tätige Unternehmen. Auch Mittelständler können von den internationalen Standards profitieren. Doch die Umstellung von HGB auf IFRS ist oft auch mit vielen Problemen verbunden. Was Unternehmer beachten müssen.

KÖLN. Wegen der unsicheren Wirtschaftslage und der Probleme der Banken sorgen sich viele Mittelständler um ihre künftige Finanzierung. Sollen sie weiterhin hauptsächlich auf Kredite bauen oder besser verstärkt Alternativen nutzen - zum Beispiel Leasing oder Factoring? Größere Mittelständler, die sich viele Möglichkeiten offenhalten wollen, denken zudem darüber nach, nicht nur nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) zu bilanzieren, sondern zusätzlich nach den internationalen Standards (IFRS).

Eine IFRS-Bilanz beschert Bankkunden im Idealfall bessere Kreditkonditionen, belegt eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und der Handelshochschule Leipzig. "Bei zwölf Prozent der Banken können Kunden mit einem klaren Vergabevorteil rechnen, wenn sie einen IFRS-Abschluss vorlegen", sagt Studienautor Edgar Löw, Partner bei KPMG im Bereich Banking und Finance.

Auch wer vor der Krise mit dem Gedanken gespielt hat, an den Kapitalmarkt zu gehen und Aktien auszugeben, kann sich schon jetzt auf bessere Zeiten vorbereiten und IFRS im Unternehmen einführen. Denn börsennotierte Unternehmen sind verpflichtet, nach internationalen Standards zu bilanzieren. Auch wer Anleihen an ausländische Investoren ausgeben will, sollte seine Bilanz zusätzlich zum obligatorischen HGB nach den internationalen Standards anfertigen, um eine möglichst große Käufergruppe anzusprechen.

Doch IFRS in einem Unternehmen einzuführen, lohnt sich oft nur für große Mittelständler. Schließlich kostet das Projekt viel Geld und Zeit. Da das Fachwissen in den meisten Unternehmen fehlt, müssen Berater engagiert werden. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer unterstützen Mittelständler dabei, die Bilanz international zu machen. „Externe Berater können bei der Umstellung der Systeme, Prozesse und Organisation helfen, da sie über die entsprechende Expertise verfügen und spezielle Branchenerfahrung mitbringen“, sagt Norbert Winkeljohann, Vorstand der Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PWC).

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