Internationale Patente
Innovationen werden stärker international geschützt

Die angemeldeten Patente werden im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Globalisierung internationaler. Die Zahl der international angemeldeten Patente ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

HB GENF. Das berichtet die Weltorganisation für geistiges Eigentum (World Intellectual Property Organisation/WIPO) in ihrem am Montag in Genf vorgestellten Patentbericht 2006. Danach ist die Zahl der weltweit angemeldeten Patente von etwas über 884 000 im Jahr 1985 auf fast 1,6 Mill. im Jahr 2004 - dem letzten Jahr, aus dem statistische Zahlen verfügbar sind - gestiegen. Dies spiegele das Bemühen wider, das geistige Eigentum weltweit zu schützen, schreibt die WIPO. Dabei gehe die jährliche Steigerungsrate von 4,7 Prozent auch mit dem Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts von 5,6 Prozent einher.

China und Südkorea gehören zu den großen Patentanmeldern der vergangenen 20 Jahre. Fünf Patentbüros - USA, Japan, das Europäische Patentamt, Südkorea und China - konzentrieren drei Viertel aller Patentanmeldungen auf sich und 74 Prozent der weltweit akzeptierten Patentrechte, die gewöhnlich für 20 Jahre gewährt werden. Auf Länder bezogen gingen zuletzt 81 Prozent der Patente in sechs Staaten: USA, Japan, Großbritannien, Deutschland, Südkorea und Frankreich. Nimmt man dagegen das Land als Maßstab, aus dem der Patentanmelder kommt, dann lautet die Reihenfolge: Japan, USA, Südkorea, Deutschland, Frankreich und Russland.

In Europa hat Deutschland mit 48 448 Patentanmeldungen im Jahr 2004 vor Großbritannien mit 19 178 einen deutlichen Vorsprung. Vergleichszahlen zu den Vorjahren veröffentlichte die WIPO dazu nicht. Umgerechnet auf Bevölkerungszahl, Bruttoinlandsprodukt und anteilsmäßige Ausgaben für Forschung und Entwicklung weisen Australien, Neuseeland, Finnland und Dänemark überdurchschnittliche Zuwachsraten auf. Osteuropäische Länder, wie Russland, die Ukraine und Weißrussland zählen ebenfalls zu den Ländern, mit deutlich gestiegenen Patentanmeldungen, wie es in dem Bericht der Unterorganisation der Vereinten Nationen heißt.

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