Internationale Studie
Deutsche sind ängstliche Existenzgründer

Eine Studie bestätigt es erneut: Deutsche machen sich seltener selbstständig als Bürger anderer Länder und schätzen ihre Erfolgsaussichten überdies schlechter ein. Und sie werden immer ängstlicher.

HB BERLIN. Außerdem fürchten sie eher negative Folgen eines Scheiterns, wie aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten, internationalen Vergleichsstudie hervorgeht. Der in der Bundesrepublik ohnehin niedrige Anteil an Firmengründern sank vergangenes Jahr auf 4,2 Prozent. Damit lag Deutschland auf Platz 34 der 42 untersuchten Staaten. 2005 betrug der Wert 5,4 Prozent. Das war Rang 23 von damals 35 beteiligten Ländern.

Wenn sich Deutsche selbstständig machen, dann oft aus der Not heraus. Aus diesem Grund gingen von diesen Unternehmensgründungen nur wenig Impulse für Arbeitsmarkt und Konjunktur aus, hieß es. Nicht jeder, der eine Firma ins Leben rufen will, verwirklicht das Vorhaben. Der Vergleich der Gründer mit den Abbrechern offenbart nach Einschätzung der Wissenschaftler, dass vor allem Bildungsniveau und Berufserfahrung einen wesentlichen Einfluss haben, ob die Absicht verwirklicht wird.

Die Studie wird jährlich erhoben. Federführend für Deutschland sind die Universität Hannover und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

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