Mittelstand

„Griechenland ist ein Fass ohne Boden“

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„Die Geothermie bräuchte 100 Mio. Euro Fördermittel“

Aber sie ist teuer.

Nicht, wenn Sie alle Kosten im gesamten Lebenszyklus der Anlage einrechnen.

In den Stromentstehungskosten liegt nur die Photovoltaik mit 32 Cent je Kilowattstunde darüber. Windkraft, Biomasse und Wasserkraft sind deutlich günstiger, ganz zu schweigen von den konventionellen Kraftwerken.

Sie müssen immer das Verhältnis der erzeugten Leistung zur installierten Leistung betrachten. Da liegt die Geothermie mit über 70 Prozent deutlich über allen regenerativen Formen der Energieerzeugung.

Warum hat sich die Wundertechnik denn noch nicht durchgesetzt?

Bislang wird Geothermie praktisch nicht systematisch gefördert.

Kaum zu glauben, dass ein Vollblutunternehmer wie Sie nach dem Staat ruft!

Es geht um Chancengleichheit gegenüber den anderen regenerativen Energien, und da ist ein gewaltiges Missverhältnis. In den nächsten zehn Jahren bräuchte die Geothermie jährlich mehrere 100 Millionen Euro Fördermittel.

Staatsbetriebe und Behörden Welche skurrilen Prämien die Griechen kassieren

  • Staatsbetriebe und Behörden: Welche skurrilen Prämien die Griechen kassieren
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Es geht also nur um die Förderung?

Nein, es gibt technische Herausforderungen, für deren Lösung Forschungsmittel erforderlich sind. Die dazu notwendige Koordination sollte durch die zwei Großforschungszentren Karlsruhe und Potsdam erfolgen.

Und was tun Sie für den Ausbau der Technologie?

Ich arbeite mit der Uni Karlsruhe zusammen und habe eine Stiftungsprofessur gespendet. Es ist wichtig, dass wir bei Geothermie weltweit vorne sind.

Letztlich geht es aber doch ums Geschäft, oder?

Natürlich wollen wir auch Geschäfte machen, aber das ändert nichts daran, dass Geothermie elementar für die Energieversorgung dieses Landes ist. Herrenknecht kann diese Anlagen auch für andere Länder bauen, die der Technik aufgeschlossener gegenüber stehen. Aber ich wünsche mir, dass deutsche Firmen in der Technologie weltweit führend werden und das eigene Land davon profitiert.

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Herr Herrenknecht, vielen Dank für das Interview.

  • 27.12.2011, 16:41 UhrHumanist

    Manchmal sind eben 2000 Zeichen dem Problem nicht angemessen: Die Gruppe pro europa um Prof. Dr. Wilhelm Hankel hat nämlich bereits 1997, als es um Einführung des Euro als Gemeinschaftswährung ging (ein politisches Spiel der bedenkenlosesten Verantwortungslosigkeit) versucht, nach dem Grundsatz "Que le pouvoir arrète le pouvoir" das Verfassungsgericht an seine Verantwortung zu erinnern, nämlich Legislative und Exekutive in die Schranken der Vernunft unserer Verfassung zu verweisen. Vergebens, die Herrschaften haben die Klage nicht zugelassen, sondern die Frage an die Politik verschoben, weil sie ja von denen ernannt und bestätigt werden; was sie allerdings bei dieser Form der Klageabweisung damals verschweigen durften: An eine Politik, die zu 2/3 aus dem öffentlichen Dienst kommt, nach der Wende sogar noch aus der früheren SED und FDJ. Dort haben sie zwar kräftig politisch taktieren gelernt, aber keinerlei Sachkompetenz erworben; Aristotelische "phronosis" (Klugheit) allenfalls als Gerissenheit, Schlauheit, Verschlagenheit und Tücke. Denkt man diesen Gedanken zu Ende, kommt man doch leicht auf das Etikett, das Platon Ende des 4.Jh.v. Chr. der Attischen Demokratie kurz vor ihrem Untergang anheftete: "Anarchie der Lüste". Wirklich, wir leben in finsteren Zeiten

  • 27.12.2011, 15:28 Uhrfondsberater

    mir sind solche Interviews allemal lieber als das Gefasel eines Herrn Gabriel der unverholen die Systemfrage stellt

  • 27.12.2011, 14:53 Uhrmargrit117888

    Ich wiederhole mich, aber ohne Euro hätten wir die gesamten Probleme nicht
    Es war und ist kriminell, unterschiedlichen Ländern ein einziges Geld aufzustülpen zu gleichen Bedingungen
    Es wird zeit, dass das begriffen wird

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