Interview
Neue Sportplätze braucht das Land

Die polnische Regierung baut im großen Stil Sportplätze für Kinder und Jugendliche. Gemeinden, die Baugrundstücke zur Verfügung stellen, erhalten einen Teil der Investitionskosten als Zuschuss aus dem Zentralbudget. Tomasz Polgrabski, Unterstaatssekretär im Ministerium für Sport und Touristik, spricht über Geschäftschancen für ausländische Unternehmer.

Seit April 2008 können sich Gemeinden um die Teilnahme am Regierungsprogramm bewerben. Wie stark ist die Nachfrage?

Ursprünglich waren für vergangenes Jahr 575 neue Sportplätze geplant. Bis Anfang März 2009 sind davon 336 in Betrieb genommen worden, die restlichen 239 wurden Ende April fertiggestellt. Im laufenden Jahr wurden Zuschüsse für weitere 749 Projekte bewilligt. Insgesamt sollen bis zum EM-Jahr 2012 genau 2012 moderne Sportplätze errichtet werden.

Wie erfahren interessierte Unternehmen, welche Gemeinden gerade Projekte durchführen?

Informationen über neue Aufträge gibt es im Internet, zum Beispiel über die Suchmaschine des Amtes für öffentliche Aufträge unter www.uzp.gov.pl, Portal, Biuletyn zamowien publicznych – wyszukiwanie oder direkt auf der Seite www.orlik2012.pl.

Welche Anbieter haben die besten Chancen?

Die größten Chancen dürften Unternehmen haben, die Gesamtlösungen anbieten, angefangen von der Vorbereitung des Baugrunds bis hin zum Bau der Sportfelder, dem Einsatz der Bodenbeläge und der Ausstattung der Umkleide- und Sanitärräume. Die Gemeinden schließen Teilangebote meistens aus. Manchmal werden Ausschreibungen aber auch in zwei Etappen durchgeführt: zunächst nur der Bau der Sportfelder, Umzäunung und Beleuchtung, danach separat die Errichtung der Begleitobjekte, also der Umkleidekabinen und Sanitärräume.

Beschäftigen die polnischen Gemeinde- und Kreisämter Personal mit Fremdsprachenkenntnissen? Oder ist es besser, als Investor oder Zulieferer einen Mittler vor Ort einzusetzen?

In Polen nehmen die Fremdsprachenkenntnisse in der Bevölkerung zu. Ein landeskundiger Mittler, Bevollmächtigter oder Berater, der überdies die Funktionsweisen lokaler Verwaltungen kennt, kann aber gewiss helfen, wichtige Kontakte aufzubauen.

Wirkt sich die globale Finanzkrise auf die Realisierung der Projekte aus?

Das Programm genießt für unsere Regierung Priorität, sodass es von den Budgetkürzungen Anfang des Jahres nicht betroffen war. Für 2009 genehmigte Projekte stehen also weiterhin mehr als 55 Millionen Euro bereit. Auch in den regionalen Selbstverwaltungen ist die Kofinanzierung gesichert.

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