Investieren in Osteuropa
„Macht mir eine gute russische KfW“

Die russische Regierung will eine Förderbank nach deutschem Modell ins Leben rufen. Vorbild soll die KfW-Bankengruppe (ehemals Kreditanstalt für Wiederaufbau) sein.

HB MOSKAU/FRANKFURT. Der Vertrag sei kürzlich unterschrieben worden, sagte KfW- Vorstandssprecher Hans Reich in Moskau. „Präsident Wladimir Putin hat zu mir gesagt: „Macht mir eine gute KfW.“ Das Parlament könne bereits zum Jahresende ein entsprechendes Gesetz für die Entwicklungsbank verabschieden. Die KfW werde Hilfestellung geben, sich aber nicht an der Bank beteiligen.

„Die KfW ist die Mutter aller Förderbanken“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Außenhandelsbank Wnesheconombank, Wladimir Dimitriew. Sein Institut werde künftig als Holding arbeiten, unter dessen Dach die Entwicklungs- und Exportfinanzierer Rosexim und ROSBR verschmolzen würden.

Die neue russische KfW solle mit einem Startkapital von drei Milliarden Dollar ausgestattet werden. Bislang fehle noch eine Staatsgarantie, ohne die die Refinanzierung an den Kapitalmärkten schwierig werde. Der Vorstand der KfW erachtet eine solche Garantie als notwendig. Das Thema könne am Rande des G8-Treffens in St. Petersburg von den Finanzministern besprochen werden, sagte Reich.

Staatliche Förderbanken wie die KfW erzielen Gewinne bei Geschäften mit privaten Unternehmen und stützen damit Projekte des Staates und von mittelständischen Unternehmen. Aufgabe der neuen russischen Bank soll die Förderungen des Bankensystems, der Infrastruktur, der Gebäudesanierung sowie von kleinen und mittleren Unternehmen sein. Bei der KfW - die im Besitz von Bund und Ländern ist - steht die Mittelstandsfinanzierung im Vordergrund.

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