Investieren in Westjapan
So stark wie Kanada, Südkorea und Taiwan zusammen

Der Zeitpunkt für eine Investition in Japan sind derzeit so günstig wie schon lange nicht mehr. Speziell den lukrativen Markt Westjapan sollten sich deutsche Unternehmer etwas genauer ansehen. Bereits einzelne Regionen haben dort eine Wirtschaftskraft wie Kanada, Südkorea und Taiwan zusammen und das Potenzial ist bei weitem nicht optimal ausgenutzt.

bfai OSAKA. Die wichtigsten Wirtschaftszentren Japans außer Tokio (insbesondere der Grossraum Osaka/Kobe/Kyoto, der Raum Nagoya sowie Nord-Kyushu) befinden sich in Westjapan. Die genannten Regionen zeichnen sich in jüngster Zeit auch durch deutlich überdurchschnittliche Dynamik aus. Hinzu kommt, dass ausländische Unternehmen anders als früher auch mit aktiver und professioneller Unterstützung seitens der Behörden und spezieller regionaler Fördereinrichtungen rechnen können.

Japan und speziell Westjapan bieten so günstige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Engagement deutscher Unternehmen wie schon lange nicht mehr. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt befindet sich in einer langanhaltenden Aufschwungphase. Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für Japan 2006 kürzlich auf 2,8 Prozent nach oben korrigiert. Es wird in diesem Jahr wie schon 2005 eine Zunahme des privaten Konsums um rund 2 Prozent erwartet. Laut der Juni-Umfrage der japanischen Notenbank wollen Japans Grossunternehmen ihre Investitionen im laufenden Jahr so stark ausweiten, wie seit 16 Jahren nicht mehr.

In Westjapan leben 60 Mill. Menschen und hier werden 45 Prozent des japanischen Sozialproduktes erwirtschaftet, dies entspricht fast der Wirtschaftsleistung Deutschlands. Die drei wirtschaftlichen Hauptzentren Kansai (Grossraum Osaka/Kobe/Kyoto), Chubu (Grossraum Nagoya) sowie Kitakyushu/ Fukuoka bestechen durch eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur, bedeutende Industrien, auch im Bereich innovativer Hochtechnologie, sowie zum Teil deutliche Kostenvorteile im Vergleich zur Metropole Tokio.

Insgesamt weist Westjapan auch höhere Wachstumsraten auf als im japanischen Durchschnitt. In Reaktion auf die wachsende Nachfrage sind speziell im Bereich Unterhaltungselektronik massive Investitionen in den Ausbau von Produktionsstätten geplant. Allein im Kansai haben die drei Firmen Matsushita (Plasma-TV), Sharp (LCD-Bildschirme) und Canon/Toshiba (SED-Bildschirme) für die nächsten Jahre neue Großinvestitionen jeweils in Milliardenhöhe angekündigt. Die Juni-Umfrage der Zweigstelle Osaka der Bank of Japan weist aus, dass die geplanten Anlageninvestitionen aller Wirtschaftszweige im Kansai in 2006 um 11,8 Prozent höher liegen als im Vorjahr und damit den entsprechenden Wert für Japan insgesamt (plus 6,2 Prozent) deutlich übertreffen.

Noch nie wurden ausländische Unternehmen in Japan auch so umworben und bei der Neuansiedlung unterstützt wie heute (bis 2011 will die japanische Regierung den Umfang ausländischer Direktinvestitionen, die seit Ende der neunziger Jahre schon sprunghaft angestiegen sind, um 400 Prozent erhöhen). Im Wettbewerb untereinander haben viele japanische Regionen auch spezielle Förderprogramme aufgelegt, um ihre Attraktivität für ausländische Investoren noch zu erhöhen.

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