Investor kauft zu
Kuthe will Klavierbauer Bechstein übernehmen

Bisher hält der Berliner Investor Arnold Kuthe 60 Prozent an der Pianofortefabrik C. Bechstein. Jetzt will er das Unternehmen komplett übernehmen. Den Aktionären des börsennotierten Klavierbauers liegt ein Angebot vor.
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BerlinDer Berliner Investor Arnold Kuthe strebt eine vollständige Übernahme des börsennotieren Klavierbauers C. Bechstein an. Wie das Unternehmen mitteilte, habe die Kuthe Beteiligungs GmbH den Bechstein-Aktionären ein Erwerbsangebot gemacht. Vom 30. Juli bis 24. August können diese ihre Aktien zu einem Stückpreis von 6,80 Euro verkaufen. Kuthe halte an der Pianofortefabrik bereits 60 Prozent. Der Bechstein-Vorstandsvorsitzende Karl Schulze sowie seine Frau Berenice Küpper haben bereits angekündigt, ihre Anteile von insgesamt 20 Prozent an ihn zu veräußern.

Sollte der Deal klappen, dann würde Bechstein voraussichtlich zum 15. Dezember die Frankfurter Börse verlassen. „Wenn das Unternehmen wieder einem Hauptaktionär gehört, hätten wir unser Klassenziel erreicht“, sagte Schulze. Kuthe sei kein Spieler oder Zocker, er sei vielmehr der Marke Bechstein sehr verbunden. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen mit seinen insgesamt 340 Mitarbeitern in Deutschland und Tschechien den Umsatz um 5 Prozent auf 34,6 Millionen Euro steigern. Der Jahresüberschuss verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 2,2 Millionen Euro.

2011 wurden rund 4500 Klaviere und Flügel verkauft, vor allem in Deutschland und Westeuropa. Viele Kunden hat der Klavierbauer auch in Russland. Seit Oktober vergangenen Jahres arbeitet Bechstein mit dem chinesischen Klavierbauer Hailun zusammen. Von diesem Herbst an soll ein Gemeinschaftsprodukt unter der Marke Zimmermann für den chinesischen Markt angeboten werden. In Tschechien produziert Bechstein schon länger in Hradec Králové günstigere Instrumente unter der Marke W. Hoffmann.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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