IT-Branche
Finanzielle Not treibt Übernahmen an

Die Statistik spricht Bände: Die Zahl der Kleinunternehmen in der Informationstechnologie (IT) mit einem Jahresumsatz bis zu 1,5 Mill. Euro geht in die Zehntausende. Dem stehen nur 105 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 30 Mill. Euro gegenüber. Der extreme Margenverfall in den letzten Jahren und das geringe Wachstum führen in der Branche seit Jahren nicht nur zu einer Marktbereinigung, auch neue Finanzierungsformen sind gefragt.

FRANKFURT. Auslöser ist das schwache Umsatzwachstum, aus dem sich für mehr und mehr Unternehmen ein Liquiditätsproblem entwickelt. Viele Betriebe bekommen die Finanzierung alleine nicht mehr gestemmt. Die großen Player der Branche wie Bechtle, Cancom oder PC Ware verstärken sich deswegen seit Jahren. Zumeist suchen die Großen nach kleineren Ertragsperlen. Und die Suche kleinerer Unternehmen nach einem starken Partner habe in den letzten Jahren sogar noch zugenommen, heißt es in der Branche.

Ein anderer Trend zeichnet sich aber ebenfalls ab. Unternehmen wie die schwäbische Datagroup fahren eine „Buy and turn around“-Strategie. Das Unternehmen soll in Kürze im Entry Standard gelistet werden. Datagroup kauft Unternehmen, die in Schwierigkeiten stecken, jedoch die Chance auf die Rückkehr in die schwarzen Zahlen bieten. „Aber ein Sanierungsplan unter dem Alteigentümer ist gewöhnlich dreimal so teuer, als wenn wir das Unternehmen sanieren“, sagt Hans-Hermann Schaber, Vorstandschef von Datagroup. Denn sein Unternehmen bringt Eigenkapital mit und verschafft den gekauften Gesellschaft so eine günstige Finanzierungsbasis.

Häufig gelingen erste Schritte bereits mit einfachen Mitteln wie dem Verkauf der eigenen Fahrzeugflotte und dem Leasing von Neufahrzeugen. „Damit haben wir beim letzten Zukauf 600 000 Euro an Kosten gespart“, sagt Schaber.

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