IT-Lösungen
Software zur Miete

Die Zeiten sind vorbei, in denen Unternehmen Software auf ihren eigenen Rechnern installieren mussten - und Wartung sowie Updates viel Arbeit machten. On-demand-Software ist über das Internet rund um die Uhr zugänglich und immer auf dem aktuellen Stand. Trotzdem scheuen viele Mittelständler den Umstieg auf die Miet-Lösungen.

KÖLN. Wer mit der E-Procurement-Software des Stuttgarter Herstellers Onventis Einkäufe für sein Unternehmen erledigen will, muss lediglich den Web-Browser öffnen und ein Passwort eingeben. Dann steht die Einkaufswelt offen - vom Kugelschreiber bis zum Maschinenteil. Das Programm läuft dabei nicht auf den Firmenrechnern, sondern auf den Servern des Onventis-Rechenzentrums. Die Kundschaft greift via Internet darauf zu.

"Der Kunde muss sich um nichts kümmern und zahlt dafür eine Monatspauschale", erklärt Carsten Kappler, Gründer und Geschäftsführer von Onventis, das Produkt, das im Fachjargon "Software on demand" genannt wird. In der monatlichen Miete für die Onventis-Beschaffungssoftware sind die Nutzungsrechte für das Programm enthalten sowie anteilige Kosten für Rechnerbetrieb, Wartung und Updates.

Software-Vermieter Kappler hat das Potenzial des On-demand-Markts früh erkannt. Bereits 2000 gründete er Onventis und zählt heute zu den führenden Anbietern von Miet-Software für das Einkaufsmanagement. Auch in anderen Unternehmensabteilungen halten On-demand-Programme vermehrt Einzug, sagt Lynn-Kristin Thorenz, Beraterin bei Pierre Audoin Consultants (PAC).

Alle großen Anbieter von Unternehmenssoftware wie SAP, Microsoft und Oracle sind mittlerweile auf den Mietsoftware-Zug aufgesprungen. Nicht immer mit Erfolg, wie die Schlappe des Walldorfer Softwarekonzerns SAP mit seinem internetbasierten Angebot "Business by Design" zeigt. Beworben als perfekte Software-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen ringt SAP bei seinem Internet-Produkt mit Problemen und hat die Vermarktung der Miet-Lösung bis auf weiteres eingestellt.

Gleichwohl zeigt sich SAP-Chef Leo Apotheker überzeugt vom Potenzial des On-demand-Software-Markts. Er will langfristig sogar die gesamte SAP-Palette als internetbasierte Software anbieten: "Wir verfolgen eine Hybridstrategie", sagt Apotheker, "Das heißt, die Kunden können entscheiden, ob sie eine Software vor Ort installieren oder On demand nutzen wollen."

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