IT-Mittelstandsindex August 2006
Herbstbelebung kündigt sich an

Entsprechend der Jahreszeit ließ die wirtschaftliche Dynamik im August nach. Die überaus zuversichtlichen Erwartungen an die kommenden drei Monate lassen jedoch eine merkliche Herbsterholung erwarten - trotz des häufig als dämpfend eingeschätzten Energiekostenanstiegs.

KASSEL. Die Ausgaben für Güter der Informations- und Telekommunikationstechnologie (IT/TK) hielten sich auf gutem Niveau. Die Investitionsplanungen blieben ebenfalls stabil, sind aber weniger expansiv als vor einem Jahr.

Saisonbedingt ließ die die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Mittelstandes im August nach. Der Index der realisierten Umsätze sank gegenüber Juli um 15 auf 103 Punkte. Zwar verschlechterte sich damit das Verhältnis der Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen gegenüber den Umsatzverlierern, die Umsatzgewinner konnten sich aber weiterhin durchsetzen. Der Blick auf die erwartete ökonomische Lage verdeutlicht, dass nach der Sommerpause wieder mit einer verstärkten wirtschaftlichen Dynamik zu rechnen ist: Der Indikator der erwarteten Einnahmenentwicklung wuchs im Vergleich zum Vormonat um neun auf hohe 139 Punkte. Das heißt, die Geschäftsaussichten für die kommenden drei Monate werden von einer wachsenden - und deutlichen - Mehrheit positiv beurteilt. Nur selten zuvor wurde der Optimismus so stark artikuliert.

Saisonal nahm die wirtschaftliche Dynamik zwar ab, aber im Jahresvergleich zeigt sich eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Während im August 2005 noch die Unternehmen mit gesunkenen Einnahmen überwogen, setzten sich aktuell die Umsatzgewinner durch, und der Umsatz-Index liegt um vier Punkte höher als vor einem Jahr. Darüber hinaus ist auch die Zuversicht des Vorjahres erhalten geblieben: Die Erwartungen werden mit 139 Punkten sogar noch um einen Zähler besser als vor Jahresfrist bewertet.

Der Optimismus ist umso erfreulicher angesichts der Energiekostenentwicklung, von der verbreitet negative Auswirkungen auf die Konjunktur erwartet werden. Immerhin 41 Prozent der mittelgroßen Firmen und Organisationen befürchten erhebliche negative Auswirkungen der Energiekosten auf die eigene wirtschaftliche Situation. 58 Prozent sehen keine oder nur geringfügig ungünstige Effekte. Nach Branchen zeigen sich durchaus unterschiedliche Auswirkungen. Entsprechend ihres Energiebedarfes schätzt die Industrie den Energiekostenanstieg überwiegend negativ ein. Auch die Mehrheit der Handelsunternehmen befürchtet nennenswerte negative Effekte der Energiepreise, wobei diese Einschätzung schwerpunktmäßig auf den indirekten Auswirkungen - durch das reduzierte verfügbare Einkommen der Konsumenten - beruhen dürfte.

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