IT-Mittelstandsindex Februar 2011
Euphorie auf ganzer Linie

Die mittelgroßen Unternehmen und Organisationen in Deutschland befanden sich im Februar in Hochstimmung. Ihre wirtschaftliche Dynamik verbesserte sich ungewöhnlich stark. Gleichzeitig sind die Aussichten für das Frühjahr so optimistisch wie nie zuvor seit Start des IT-Mittelstandsindex. Im Sog der ökonomischen Entwicklung stieg auch die Bereitschaft, in Informations- und Telekommunikationstechnologie (IT/TK) zu investieren.
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Die wirtschaftliche Entwicklung der mittelständischen Unternehmen in Deutschland verbesserte sich im Februar gegenüber dem Vormonat sprunghaft: Der Index der realisierten Umsätze kletterte um 32 auf 131 Punkte. Wie vor vier Wochen erwartet, war der Einbruch im Januar nur eine vorübergehende Delle. Während damals die Firmen mit rückläufigen Umsätzen noch leicht überwogen, sind nun die Unternehmen mit gewachsenen Einnahmen deutlich in der Überzahl. Noch besser als die Lage sind die Aussichten für das Frühjahr: Der Index der wirtschaftlichen Erwartungen für die kommenden drei Monate stieg auf den höchsten Wert seit Start des IT-Mittelstandsindex Anfang 2003. Er verbesserte sich gegenüber dem Vormonat deutlich von bereits sehr guten 134 auf 149 Zähler.

Auch gegenüber dem Vorjahr hat sich die ökonomische Situation weiter verbessert. Im Vergleich mit dem Februar 2010 ist der Lage-Index um acht Punkte gewachsen. Noch stärker legten die Zukunftsaussichten zu: Mit 13 Punkten sehen die Mittelständler heute erkennbar optimistischer auf das kommende Frühjahr als sie das noch Anfang 2010 taten.

Von der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung konnten im Februar alle gewerblichen Wirtschaftszweige profitieren. Ganz besonders galt dies für die lange gebeutelte Industrie. Über dem Durchschnitt lag auch die Performance des Finanzgewerbes. Etwas unter dem Durchschnitt – aber immer noch auf hohem Niveau – positionierten sich Dienstleister und Handel.

Bis auf die Versorger rechnen alle gewerblichen Wirtschaftszweige überwiegend mit weiter steigenden Einnahmen. Der Handel, das Finanzgewerbe und besonders die Industrie blicken mit außerordentlichem Optimismus auf den Frühling. Im Versorgungssektor überwiegen die Firmen mit zurückhaltenden Umsatzerwartungen, da mit dem Frühjahr und steigenden Temperaturen der Energiebedarf sinken wird.

Im Aufwind der wirtschaftlichen Entwicklung wuchs im Februar auch die Dynamik der IT-/ TK-Ausgaben. Der entsprechende Index stieg gegenüber dem Vormonat um acht auf 116 Zähler. Die Firmen mit gewachsenen Investitionen waren demnach in der Mehrheit, und zwar noch mehr als im Monat zuvor. Sehr optimistisch sind die Ausgabenplanungen für die nächsten drei Monate. Die mittelständischen Firmen signalisieren noch größere Investitionslaune als im schon zuversichtlich geprägten Vormonat. Entsprechend stieg der Index erkennbar um acht auf sehr gute 130 Punkte, womit die ausgabenfreudigen Unternehmen deutlich überwiegen.

Auch im Vergleich zum Vorjahr stieg die Ausgabenneigung. Der zugehörige Index lag im Februar um vier Punkte höher als vor Jahresfrist. Noch etwas mehr hellten sich die Ausgabenplanungen auf, die jetzt um sieben Punkte höher liegen als noch vor zwölf Monaten.

Bis auf die Versorger – hier hielten sich gewachsene und rückläufige IT-/TK-Budgets die Waage – tätigten alle Branchen überwiegend steigende Ausgaben. Vorreiter waren dabei die Dienstleister und der Non-Profit-Sektor. Etwas unter dem Durchschnitt blieb das Finanzgewerbe.

Die Non-Profit-Organisationen wollen auch in den kommenden drei Monaten ein Treiber des IT-/TK-Marktes sein. Ihre Investitionsprognosen für IT-/TK-Lösungen sind deutlich überdurchschnittlich. Ansonsten sind die Ausgabenplanungen der übrigen Branchen recht homogen.

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