IT-Mittelstandsindex Februar
Unternehmen investieren in IT

Im Februar verbesserte sich die wirtschaftliche Situation der mittelgroßen Unternehmen in Deutschland. Sowohl die realisierten Umsätze als auch die Einnahmenerwartungen entwickelten sich erfreulich. Genauso sind auch die Ausgaben für Informations- und Telekommunikationstechnologie (IT/TK) auf einem guten Weg.

KASSEL. Der Index der realisierten Umsätze legte um zwölf auf 114 Punkte zu und steht damit wieder deutlich im Plus. Während die Umsatzgewinner im Januar nur knapp die Umsatzverlierer übertrafen, überwiegen die Firmen mit gestiegenen Einnahmen jetzt signifikant. Noch etwas stärker als die Lage-Beurteilung hellten sich die Umsatzperspektiven auf. Der Indikator des aktuellen Umsatzverlaufs gewann 14 Zähler und erreicht nunmehr gute 137 Punkte.

Auch im Jahresvergleich gegenüber dem Februar 2006 wurden Fortschritte erzielt. In erster Linie gilt dies für die gegenwärtige Umsatzsituation. Dies zeigt der Zugewinn von 7 Index-Punkten gegenüber dem Stand vor Jahresfrist. Die Umsatzaussichten verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um geringe 2 Punkte – dabei muss allerdings festgestellt werden, dass das erreichte Niveau bereits sehr hoch und kaum noch zu steigern war.

Treibende Kräfte zur Realisierung der positiven wirtschaftlichen Situation im Mittelstand waren der Handel und die Industrie. Dies kommt nicht überraschend – die Unternehmen dieser Branchen hatten im Vormonat eine entsprechende Einschätzung abgegeben. Auch die übrigen Wirtschaftszweige konnten überwiegend steigende Einnahmen verbuchen. Nach dem Spitzenduo folgen der Finanzsektor, Dienstleister und die Versorgungsbranche. Auch mit Blick auf die kommenden drei Monate dominiert – zum Teil sehr deutlich – der Optimismus. Vorreiter der zuversichtlichen Perspektiven sind Handel und Industrie, die offenbar mit einer weiter sehr erfreulichen Entwicklung rechnen. Über dem Durchschnitt liegen auch das Finanzwesen und die Dienstleistungsbranche. Allein die Versorger rechnen aufgrund des nun beginnenden Frühjahrs mit rückläufigem Energieverbrauch und damit sinkenden Einnahmen.

Im Gleichklang zur ökonomischen Entwicklung verbesserte sich die Bereitschaft zu Ausgaben für IT-/TK-Produkte und -Leistungen. Der Index der getätigten Spendings wuchs um 13 auf 113 Punkte und ist damit wieder deutlich im positiven Bereich, nachdem sich im Januar noch die Unternehmen mit gestiegenen und geschrumpften Ausgaben neutralisierten. Die Investitionsplanungen mit Sicht auf die kommenden drei Monate sind ebenfalls durch zunehmenden, großen Optimismus geprägt: Der Index der Ausgabenplanungen stieg um 9 auf sehr gute 133 Punkte.

Im Jahresvergleich ist eine leichte Verbesserung der Ausgabenfreude messbar. Der Indikator der realisierten Spendings liegt um 2 , der Index der Ausgabenplanungen um 3 Punkte höher als vor Jahresfrist.

Alle Branchen melden überwiegend gewachsene Ausgaben. Besonders hebt sich dabei die Industrie heraus. Dahinter folgen das Finanzgewerbe, Handel, Dienstleister, Versorger und der Öffentliche/Non-Profit-Sektor. Für die kommenden drei Monate kündigen alle Wirtschaftszweige steigende IT-/TK-Investitionen an. Treibende Kräfte sind hierbei besonders Versorger und die Industrie. Danach positionieren sich der Öffentliche/Non-Profit-Sektor, Handel, die Finanzbranche und die Dienstleister.

Hintergrund zum IT-Mittelstandsindex

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Avaya in Zusammenarbeit mit » Techconsult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der Ifo-Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

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