IT-Mittelstandsindex für Juli 2005
Optimismus für die Zukunft

Sowohl die wirtschaftliche Stimmung des deutschen Mittelstands als auch seine IT-Ausgaben sind durch die gegenwärtige Sommerpause geprägt. Der derzeit schwächeren Beurteilung der Lage steht ein optimistischer Blick auf die kommenden Monate entgegen, der hinsichtlich der IT-Investitionen besonders zuversichtlich ist.

HB KASSEL. Wie im Juni von den mittelständischen Unternehmen erwartet worden war, ließ die Umsatzdynamik im Juli deutlich nach, und der Index der realisierten Umsätze fiel um 19 auf 104 Punkte. Diejenigen Mittelständler, die sich über steigende Einnahmen freuen konnten, stellen damit nur noch eine dünne Mehrheit dar. Diese Entwicklung ist aber offenbar saisonal geprägt. Denn der Indikator der Umsatzerwartungen steigt entgegengesetzt fast ebenso kräftig um 18 auf 126 Zähler an. Somit sind die Optimisten deutlich in der Überzahl. Die aktuelle Sommerflaute setzte 2005 früher ein als vergangenes Jahr, als der Einschnitt erst im August zu verzeichnen war. Im Juli 2004 lag der Umsatz-Index mit 117 Punkten noch 13 Zähler höher als heute. Ungefähr gleich optimistisch wie vor Jahresfrist fielen die Erwartungen an die künftige Umsatzentwicklung aus.

Die differenzierte Betrachtung nach Branchen liefert ein heterogenes Bild. Während das Kredit- und Versicherungsgewerbe und besonders die Industrie zum überwiegenden Teil Einnahmenverbesserungen erzielen konnten, leiden Versorgungsunternehmen und Handel unter der Sommer- bzw. Ferienzeit. In den übrigen Wirtschaftszweigen glichen sich Umsatz-Zu- und Abnahmen aus. Hinsichtlich der Aussichten wendet sich jedoch das Blatt, und alle Branchen – bis auf die Versorger – blicken zuversichtlich auf die kommenden drei Monate. Am optimistischsten äußert sich dabei die Industrie.

Die Bereitschaft zu IT-Ausgaben nahm im Juli etwas ab, der Indexwert der realisierten Investitionen sank um vier auf 107 Punkte. Die Firmen mit gewachsenen IT-Investitionen konnten sich damit jedoch noch weiterhin durchsetzen. Analog zur wirtschaftlichen Entwicklung ist das beschriebene Abflauen ebenfalls nur eine „Ferien-Delle“. Diese Annahme unterstreicht der markante Anstieg des Index der Investitionsplanungen. Jener wuchs nämlich im Juli um zwölf auf 131 Zähler und deutet damit auf ein erfreuliches Investitionsklima im zweiten Halbjahr hin. Auf eine nachhaltigere Verbesserung lässt auch der Vergleich mit den Investitionsabsichten vor einem Jahr schließen, als der Index der Ausgabenplanungen noch 19 Punkte niedriger lag. Der Index der aktuellen IT-Ausgaben blieb gegenüber Juli 2004 dagegen kaum verändert.

Bis auf das Dienstleistungsgewerbe gaben alle Branchen überwiegend gestiegene Beträge für IT-Produkte und –Leistungen aus. Stärkster Treiber des IT-Marktes war im Juli das Kredit- und Versicherungsgewerbe. Diese Branche signalisiert darüber hinaus auch für die nächsten Monate die größte Ausgabenbereitschaft. Damit steht das Finanzgewerbe nicht allein: Eine mehrheitlich positive Investitionsneigung kündigen auch die übrigen Wirtschaftszweige an.

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