IT-Mittelstandsindex für November
Wirtschaftliche Lage auf Zweijahres-Hoch

Die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Mittelstands verlief im November sehr erfreulich: Der Index der wirtschaftlichen Lage erreichte den höchsten Wert der letzten zwei Jahre. Die Geschäftserwartungen gaben nach, halten sich aber trotzdem weiter auf hohem Niveau. Die realisierten IT-/TK-Ausgaben sowie die Ausgabenplanungen konnten sich ebenfalls verbessern.

HB DÜSSELDORF. Nach dem Abbremsen der Aufwärtsentwicklung im Oktober zog der Index der momentanen Umsatzlage im November wieder deutlich an. Sein Wert stieg gegenüber dem Vormonat um 14 auf 128 Punkte. Das bedeutet den höchsten Stand seit Oktober 2003. Darüber hinaus konnte zum ersten Mal seit Start des IT-Mittelstandsindex (im Februar 2003) in einem November eine Verbesserung der Umsatzlage gemessen werden.

Die hohen Erwartungen der vergangenen Monate haben sich damit erfüllt. Entsprechend des erreichten hohen Niveaus der gegenwärtigen Lage sank der Index der Umsatzerwartungen ab. Der Indikator gab um zehn auf 125 Zähler nach - damit ist die jetzige Stimmung besser als die Erwartungen. Auf dem gegenwärtigen Niveau sind die Erwartungen aber weiterhin durch Zuversicht geprägt. Denn wie der Indexwert zeigt, rechnet immer noch eine deutliche Mehrheit für die nächsten drei Monate mit steigenden Einnahmen. Trotz des Rückgangs erreichen die Erwartungen das Vorjahresniveau vom November 2004.

Von der erfreulichen Entwicklung konnten, wie im Oktober, alle gewerblichen Branchen profitieren. Im Handel macht sich deutlich das gestartete Weihnachtsgeschäft bemerkbar. Diese Branche ist der Umsatzgewinner des Monats. In keinem anderen Wirtschaftszweig überwogen im November so stark die gestiegenen die gesunkenen Einnahmen. An zweiter Stelle folgt das Finanzgewerbe. Die Finanzbranche kann sich dagegen bei den erwarteten Einnahmen auf den Spitzenplatz setzen - in diesem Marktsegment überwiegen die Optimisten am stärksten die Pessimisten. Offenbar wird zum Jahresende noch mit Neuabschlüssen gerechnet, z.B. bei Riester-Verträgen, bevor am 01. Januar geschlechtsneutrale Tarife in Kraft treten. Besonders zuversichtlich sind auch die Versorgungsunternehmen, denen der Winter steigende Energie-Nachfrage bringen wird. Auch in den übrigen Wirtschaftszweigen überwiegt der Optimismus.

Die positive wirtschaftliche Entwicklung beflügelte die Ausgaben für IT-/TK-Produkte und -Leistungen. Der Index der realisierten Ausgaben stieg deutlich um zehn auf 121 Zähler. Auch die Investitionsplanungen sind zunehmend optimistisch geprägt. Der Indikator der beabsichtigten Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologie wuchs um drei auf 124 Punkte. Gegenüber der Situation vor Jahresfrist bedeutet dies einen kleinen Fortschritt um jeweils drei bzw. zwei Zähler.

Überdurchschnittlich hoch war die Neigung, im November in IT-/TK-Technologie zu investieren, in der Dienstleistungsbranche. Noch stärker überwogen die Unternehmen mit gestiegenen Ausgaben im Finanzgewerbe. Auch bei den Investitionsabsichten belegt der Finanzsektor den Spitzenplatz, vor dem Handel, in dem ebenfalls expansive Investitionspläne überwiegen.

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Avaya-Tenovis in Zusammenarbeit mit » Tech Consult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik sowie unterschiedlichen Befragtengruppen. Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, aber ausschließlich aus dem Mittelstand; der Ifo-Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%