IT-Mittelstandsindex für Oktober
Herbsterholung mit „Verschnaufpause“

Die Herbsterholung des deutschen Mittelstandes musste im Oktober eine leichte Verzögerung hinnehmen. Zwar gingen im Oktober sowohl die Lage- als auch die Erwartungs-Indices der wirtschaftlichen Situation und der IT-/TK-Ausgaben zurück, im Vergleich zum Vorjahr konnten jedoch zumeist Fortschritte erzielt werden.

HB DÜSSELDORF. Der Index der gegenwärtigen Umsatzlage sank im Oktober von 120 auf 114 Punkte. Die seit dem vergangenen Monat verzeichnete Herbstbelebung erhielt somit einen Dämpfer, denn darüber hinaus stellt sich der Lage-Index etwas schwächer dar als vor einem Jahr, als er vier Punkte mehr erreichte. Trotz des Rückgangs konnten sich damit weiterhin die Umsatz-Gewinner gegenüber den -Verlierern durchsetzen. Nach wie vor können die Zukunftserwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung weiter als deutlich zuversichtlich gewertet werden, auch wenn der Erwartungs-Indikator für die nächsten drei Monate gegenüber September um zwei Zähler nachgab und nun bei 135 Punkten steht. Damit sind die Zukunftsaussichten merklich positiver geprägt als vor Jahresfrist: Im Oktober 2004 lag dieser Teil-Indikator noch neun Punkte niedriger als aktuell. Die Herbsterholung dürfte sich nach der derzeitigen „Verschnaufpause“ also weiter fortsetzen.

Von der nach wie vor anhaltenden positiven Entwicklung konnten wie im September alle gewerblichen Branchen profitieren. Im Bereich der Versorgungsunternehmen überwogen dabei die Gewinner die Verlierer am deutlichsten. Mit merkbarem Abstand folgt die Branche mit der zweitbesten Performance, das Kredit- und Versicherungsgewerbe. Auch Ihre Geschäftsaussichten bewerten nach wie vor alle gewerblichen Wirtschaftszweige durchaus positiv. Neben dem Versorgungssektor hebt sich dabei erneut besonders das Finanzgewerbe heraus.

Die wirtschaftliche Entwicklung zog auch die Bereitschaft zu IT-/TK-Ausgaben etwas nach unten. Der Indexwert der realisierten Investitionen sank im Oktober um fünf auf 111 Punkte. Die Firmen mit gestiegenen IT-/TK-Ausgaben waren damit jedoch nach wie vor in der Überzahl. Zudem konnte der Stand des Vorjahresmonats um acht Zähler übertroffen werden. Der Index der geplanten Investitionen sank leicht um drei auf 121 Zähler und erreichte somit exakt den vor Jahresfrist erreichten Wert. Der Mittelstand bleibt also in Ausgabenlaune.

Am investitionsfreudigsten präsentierten sich im Oktober die Industrie sowie der öffentliche und Non-Profit-Sektor. Hier, wie in den übrigen Branchen, waren die ausgabenoffensiven Unternehmen in der Überzahl. Dies gilt auch für die Investitionsplanungen. Im Bereich der Kreditinstitute und des Versicherungsgewerbes herrschen dabei stärker als in den anderen Branchen positive Ausgabenplanungen für die nächsten drei Monate vor. Des weiteren rechnen Versorgungsunternehmen zu einem deutlich überwiegenden Teil mit steigenden IT-/TK-Investitionen.

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Avaya-Tenovis in Zusammenarbeit mit » Tech Consult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik sowie unterschiedlichen Befragtengruppen. Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, aber ausschließlich aus dem Mittelstand; der Ifo-Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

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