IT-Mittelstandsindex für September
Unternehmer stecken mehr Geld in IT

Der September brachte dem deutschen Mittelstand eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Gleichzeitig erhöhte sich die Bereitschaft zu Ausgaben für Informationstechnologie und Telekommunikation. Sowohl die Umsatz-Erwartungen als auch die Investitionsneigung hinsichtlich des kommenden Quartals hielten sich auf hohem Niveau.

DÜSSEDLORF. Wie im Vormonat erwartet, gab es im September im deutschen Mittelstand mehr Umsatz-Gewinner als -Verlierer. Der Index der gegenwärtigen Umsatzlage stieg von 99 auf 120 Punkte. Damit lief die Herbstbelebung besser an als vor einem Jahr, als der Lage-Index 10 Punkte weniger erreichte. Die Zukunftserwartungen an die wirtschaftliche Lage blieben ungebrochen überwiegend zuversichtlich. Der Erwartungs-Indikator für die nächsten drei Monate gab gegenüber August nur um einen Zähler nach und steht nun weiterhin bei hohen 137 Punkten. Damit sind die Optimisten wieder deutlich in der Mehrheit. Die Zukunftsstimmung ist damit zuversichtlicher als vor Jahresfrist, als der Indexwert noch 10 Punkte niedriger lag.

Von der guten Entwicklung konnten alle gewerblichen Branchen profitieren. In der Industrie überwogen dabei die Gewinner die Verlierer am stärksten. Ihre Geschäftsaussichten bewerten ebenfalls alle gewerblichen Wirtschaftszweige positiv. Neben dem Finanzgewerbe hebt sich dabei besonders der Handel heraus, der mit dem kommenden Weihnachtsgeschäft die Hoffnung an verbesserte Umsätze verbindet.

Im Einklang mit der Umsatz-Entwicklung verbesserte sich auch die Neigung zu IT-/TK-Investitionen. Der Index der realisierten Ausgaben stieg im September von gerade noch positiven 102 auf gute 116 Punkte. Die Firmen mit gestiegenen IT-/TK-Ausgaben waren damit wieder deutlich in der Überzahl. Im September 2004 lag die Investitionsbereitschaft um vier Punkte noch etwas niedriger.

Wie der Mittelstand signalisiert, wird die Investitionslaune auch weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Der Index der geplanten Investitionen stieg noch einmal leicht um vier auf 124 Zähler. Damit ist der Optimismus etwas schwächer als vor Jahresfrist (128 Punkte) ausgeprägt. Dieser geringe Rückschritt fällt aber angesichts der bereits erreichten hohen Investitionsneigung nicht ins Gewicht. Insgesamt kann damit die aktuelle Investitionsbereitschaft des Mittelstands positiv bewertet werden.

In sämtlichen Wirtschaftszweigen waren die ausgabenfreudigen gegenüber den zurückhaltenden Firmen in der Mehrzahl. Treibende Kräfte dieser Entwicklung waren in erster Linie Versorgungsunternehmen sowie der Handel. Im Versorgungssektor herrschen auch stärker als in den anderen Branchen positive Ausgabenplanungen vor. Des weiteren rechnen die Finanzdienstleister zu einem überdurchschnittlichen Teil mit steigenden IT-Investitionen.

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Avaya-Tenovis in Zusammenarbeit mit » Tech Consult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik sowie unterschiedlichen Befragtengruppen. Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, aber ausschließlich aus dem Mittelstand; der Ifo-Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%