IT-Mittelstandsindex
Herbstbelebung schwächer als 2006

Im Zuge der Herbstbelebung verbesserte sich im September die Umsatzsituation im deutschen Mittelstand. Mit der verbesserten Lage ließen die Umsatzerwartungen jedoch nach. Der Herbstaufschwung fiel zudem bisher nicht so stark aus wie im vergangenen Jahr. Der Informations- und Kommunikations- (IT-/TK) Markt ist davon unbeeindruckt und zeichnet sich seit drei Monaten durch Konstanz bei der aktuellen Ausgabenneigung aus. Die Planungen für IT/TK-Investitionen gaben etwas nach.

KASSEL. Mit dem Herbstaufschwung stieg im September wieder die Dynamik der realisierten Firmenumsätze an. Der Lage-Index gewann gegenüber dem Vormonat neun Punkte und erreichte 113 Zähler. Dies bedeutet, dass die Firmen mit Einnahmen-Wachstum stärker überwiegen als im August. Aufgrund des verbesserten Niveaus ließen parallel die Erwartungen an eine weitere Verbesserung der Umsätze nach. Der Erwartungsindex gab dementsprechend um elf auf 122 Punkte nach. Damit überwiegen aber auch weiterhin deutlich die optimistischen Unternehmen.

Auch wenn die Parameter deutlich im grünen Bereich liegen, so ist das wirtschaftliche Klima gemessen am Vorjahr nicht mehr so positiv. Waren im August lediglich die Erwartungen schwächer als im Vorjahr, so betrifft dies nun besonders auch die Lage-Einschätzung. Konkret gab der Lage-Index im Vergleich zum September 2006 um zehn Punkte nach. Auch fiel der Anstieg von August auf September nur halb so stark aus wie vor einem Jahr. Der Indikator der Umsatz-Erwartungen beträgt sieben Zähler weniger als vor Jahresfrist.

Die beste Umsatzentwicklung aller gewerblichen Branchen konnten im September die Dienstleistungsunternehmen verbuchen, gefolgt von der Industrie. Im Durchschnitt bewegte sich der Versorgungssektor. Unter dem Durchschnitt - aber noch im positiven Bereich - rangiert der Handel. Im Kredit- und Versicherungsgewerbe glichen sich die Unternehmen mit gestiegenen und gefallenen Einnahmen aus. Hinsichtlich der Perspektiven der kommenden drei Monate glauben alle Wirtschaftszweige an die Herbstbelebung und sind entsprechend zuversichtlich. Die Stimmung in den gewerblichen Branchen ist ausgesprochen homogen. Allein die Industrie sticht - positiv - mit besonders großer Zuversicht heraus.

Die Bereitschaft in IT- und TK-Produkte zu investieren, hielt sich im September erneut auf dem Niveau des Vormonats. Der Lage-Index, der die Entwicklung der aktuell getätigten Ausgaben beschreibt, ist seit Juli unverändert bei 109 Punkten geblieben. Damit überwiegen auch weiterhin die Unternehmen mit gestiegenen IT-/TK-Investitionen. Demgegenüber ließen die Ausgaben-Planungen nach. Der Erwartungs-Index der zukünftigen Investitionen ließ um fünf Punkte nach und beträgt nun 113 Punkte. Damit können sich aber immer noch die Firmen mit expansiven Ausgabenabsichten durchsetzen.

Ähnlich sieht die Entwicklung im Jahresvergleich aus. Die aktuelle Investitionsneigung liegt nur um zwei Punkte niedriger als vor Jahresfrist. Stärker - um sieben Punkte - haben die Ausgabenplanungen gegenüber September 2006 nachgelassen.

Sämtliche Branchen konnten überwiegend gestiegene IT-/TK-Ausgaben verbuchen. Besonders aktiv war in dieser Hinsicht das Kredit- und Versicherungsgewerbe. Eine durchschnittliche Ausgabenneigung war bei Handel, Dienstleistern und der Industrie zu registrieren. Unter dem Durchschnitt war die Ausgabenfreude bei Versorgern und dem Non-Profit-Sektor. Ebenfalls ausnahmslos positiv sind die Ausgabenplanungen. Erneut setzt sich der Finanzsektor an die Spitze und kann eine deutlich überdurchschnittliche Ausgabenneigung vorweisen. Besonders positiv sind die Investitionsabsichten auch in der Industrie. Im Mittelfeld platzieren sich der Handel, Versorger und der Non-Profit-Bereich. Eine unterdurchschnittliche Investitionsneigung kündigen die Dienstleistungsunternehmen an.

Hintergrund zum IT-Mittelstandsindex

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Avaya in Zusammenarbeit mit » Techconsult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der Ifo-Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

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