IT-Mittelstandsindex
IT-Branche nicht mehr so überschwänglich

Die wirtschaftliche Dynamik ging im August erkennbar zurück, die Sommerflaute machte sich bemerkbar. Dabei wurde aber noch ein gutes Niveau gehalten. Die Umsatzerwartungen verdeutlichen die Erwartungen an die Herbstbelebung, die jedoch nicht ganz so optimistisch sind wie im Vorjahr. Auf den IT-/TK-Markt wirkte sich die Sommerpause in Form einer bemerkenswerten Beständigkeit aus. Die Ausgabenneigung bewegt sich weiter auf einem guten Niveau.

KASSEL. Saisonüblich ließ im August die Dynamik der realisierten Umsätze nach. Der Lage-Index ist gegenüber dem Vormonat von 117 auf 104 Punkte gesunken. Dies bedeutet, dass die Firmen mit gestiegenen Einnahmen zwar noch überwiegen, jedoch deutlich weniger als noch im Juli. Für den Herbst erwarten die mittelständischen Unternehmen aber wieder eine Erholung: Die Zuversicht hält sich weiter auf gutem Niveau – der Erwartungsindex stieg leicht von 132 auf 133 Zähler. Damit überwiegen weiter deutlich die optimistischen Unternehmen.

Gegenüber dem Vorjahr ist die gegenwärtige Stimmung nahezu unverändert. Der Lage-Index übertrifft sogar noch den guten Wert vom August 2006 um einen Punkt. Allerdings sind die Aussichten nicht mehr so optimistisch wie vor Jahresfrist. Der Indikator der Umsatz- Prognosen ist zwar derzeit auf einem guten Niveau, jedoch mit sechs Punkten weniger nicht mehr ganz so überschwänglich wie vor einem Jahr.

Die beste Umsatzentwicklung aller gewerblichen Branchen konnten im August die Finanzdienstleister verbuchen, dicht gefolgt von der Industrie. Im Durchschnitt bewegte sich der Dienstleistungssektor. Überwiegend negative Einnahmen-Verläufe mussten der Handel und - saisonbedingt - besonders die Versorgungsbranche hinnehmen. Bei den Aussichten für die kommenden drei Monate setzt sich ebenfalls das Kredit-/Versicherungsgewerbe an die Spitze der Optimisten. Auch in allen anderen Wirtschaftszweigen herrscht für die Zeit nach der Sommerpause die Zuversicht vor.

Fast genauso positiv wie bei den Finanzdienstleistern ist die Stimmung in der Industrie. Im Durchschnitt platzieren sich der Handel und Dienstleister. Überraschenderweise unterdurchschnittlich sind die Erwartungen der Versorger, obwohl diese aufgrund des bevorstehenden Herbstes und des damit wachsenden Energiebedarfes normalerweise besonders gute Umsatzaussichten aufweisen sollten. Möglicherweise wirkt sich hier die Klimadebatte dämpfend aus, so dass eine größere Neigung zum Energiesparen erwartet wird.

Die Bereitschaft in IT-und TK-Produkte zu investieren, ist von Beständigkeit geprägt. Der Lage-Index, der die aktuell getätigten Ausgaben beschreibt, ist unverändert bei 109 Punkten geblieben. Damit überwiegen weiterhin die Unternehmen mit gestiegenen IT-/TK-Investitionen. Der Erwartungs-Index der geplanten Investitionen ließ marginal um zwei Punkte nach und beträgt nun 118 Punkte. Damit überwiegen weiterhin deutlich die Firmen mit expansiven Ausgabenplänen.

Auch im Jahresvergleich sind keine spektakulären Veränderungen zu registrieren. Die gegenwärtige Ausgabeneigung ist etwas schwächer, die Ausgabenplanungen sind etwas positiver als im August 2006. Der Index der realisierten Ausgaben nahm im Zwölf-Monats-Vergleich um vier Punkte ab. Die Ausgaben-Planungen dagegen bewegen sich aktuell um zwei Zähler höher als vor Jahresfrist.

Bis auf die Finanzdienstleister haben alle Branchen überwiegend gestiegene IT-/TK-Ausgaben getätigt. Besonders aktiv war in dieser Hinsicht der Versorgungssektor. Ebenfalls überdurchschnittlich ausgabenfreudig präsentierte sich der Non-Profit-Bereich. Eine durchschnittliche Ausgabenneigung war bei Dienstleistern und der Industrie zu registrieren. Unter dem Durchschnitt war die Ausgabenfreude im Handel und besonders bei den Finanzdienstleistern, wo sich gestiegene und rückläufige IT-/TK-Investitionen die Waage hielten. Ausnahmslos positiv sind die Ausgabenplanungen. Der Handel gibt dabei seine Zurückhaltung auf und kündigt die größte Ausgabenneigung an. Auch die Industrie wird entsprechend ihrer Planungen zu den Treibern des High-Tech-Marktes zählen. Wiederum im Mittelfeld platzieren sich die Dienstleistungsanbieter, neben dem Non-Profit-Sektor. Eine unterdurchschnittliche Investitionsneigung kündigen Versorger und Finanzdienstleister an.

Hintergrund zum IT-Mittelstandsindex

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Avaya in Zusammenarbeit mit » Techconsult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der Ifo-Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%