IT-Mittelstandsindex Juli 2006
Mittelstand trotz positiver Entwicklung zurückhaltend

Ungewöhnlich positiv zeigte sich im Juli die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des deutschen Mittelstandes. Darüber hinaus verbesserten sich die Geschäftsaussichten. Die Reformen der Bundesregierung werden jedoch eher kritisch beurteilt. Hinsichtlich der Investitionen in Informations- und Telekommunikationstechnologie (IT/TK) ist die aktuelle Entwicklung gespalten – während die realisierten Ausgaben sich erfreulich präsentierten, verloren die Planungen an Dynamik.

KASSEL. Die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Mittelstandes war im Juli überraschend stabil. Während gewöhnlich die ökonomische Lage im Juli an Fahrt verliert, stieg der Lage-Index im vergangenen Monat sogar leicht um einen auf 118 Punkte. Die Umsätze der Unternehmen haben sich demnach ganz überwiegend günstig entwickelt. Gleichzeitig sind die wirtschaftlichen Perspektiven zunehmend optimistisch. Der Indikator der erwarteten Einnahmenentwicklung wuchs um sieben auf 130 Punkte. Das heißt, die Geschäftsaussichten für die kommenden drei Monate werden von einer wachsenden Mehrheit positiv beurteilt.

Auch im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich die Sonderstellung des diesjährigen Juli, die zudem in der saisonunüblichen Abnahme der Arbeitslosenzahlen zum Ausdruck kam. Gegenüber dem Juli 2005 kletterte der aktuelle Lage-Index um 13 Punkte. Darüber hinaus bewerten die mittelständischen Unternehmen ebenfalls ihre zukünftige Situation optimistischer als vor einem Jahr. Der Erwartungs-Index liegt heute um vier Zähler höher als im Juli 2005. Die längerfristigen Aussichten scheinen allerdings nicht mehr ganz so ungetrübt zu sein. Zumindest beurteilt der Mittelstand die Auswirkungen der Reformen von Gesundheits- und Steuerpolitik insgesamt eher negativ. 53 Prozent sehen eher negative Folgen für ihr Unternehmen, nur 7 Prozent tendenziell positive Auswirkungen, und 40 Prozent beurteilen sie neutral. Am meisten – zu 80 Prozent - fürchtet der Handel die Konsequenzen dieser politischen Maßnahmen, dabei dürfte die Steigerung der Mehrwertsteuer die wesentliche Rolle spielen.

In allen gewerblichen Branchen konnten die Unternehmen überwiegend verbesserte Umsätze erzielen. Die beste Entwicklung konnten dabei das Kredit-/Versicherungsgewerbe und der Handel präsentieren, vor der Industrie, den Energie-/Wasserversorgern und dem Dienstleistungsgewerbe. Alle Wirtschaftszweige blicken optimistisch auf die kommenden Monate Neben den Finanzdienstleistern ist die Zuversicht in der Industrie am weitesten verbreitet. Danach folgen Dienstleister, Versorger und der Handel.

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