IT-Mittelstandsindex März
Frühjahr bringt Wirtschaft auf Touren

Die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Mittelstandes hat sich im März deutlich verbessert und auch die Geschäftsaussichten für das kommende Quartal sehen rosig aus. Zwar haben die Investitionen in Informations- und Telekommunikationstechnologie (IT/TK) noch nicht im gleichen Maße zugelegt, aber auch hier sind Lage und Aussichten überwiegend positiv, wie der IT-Mittelstandsindex für März zeigt.

KASSEL. Das Frühjahr beflügelte die Umsätze der mittelständischen Firmen. Dies spiegelt sich deutlich im Lageindikator der Umsätze wider, der im März gegenüber Februar um beeindruckende 18 Punkte auf einen Wert von 125 Zähler kletterte. Es überwiegen also weiterhin deutlich die Unternehmen mit verbesserten Einnahmen. Damit haben sich die hohen Erwartungen seit dem Jahreswechsel annähernd erfüllt. Die weiteren Erwartungen an die kommenden drei Monate haben sich auf hohem Niveau aufgehellt und geben der Zuversicht Ausdruck. In Zahlen ausgedrückt stieg der Indikator der wirtschaftlichen Erwartungen um 2 auf 137 Punkte. Im Jahresvergleich hat sich die Umsatzdynamik positiv entwickelt: Der Lage-Index des Umsatzes ist auf etwa gleichem Niveau, der Indikator des erwarteten Umsatzes liegt sogar um 7 Punkte höher als vor Jahresfrist.

Mit den steigenden Temperaturen reduzierte sich der Energieverbrauch und entsprechend die Geschäfte der Versorgungsunternehmen. Alle übrigen Branchen profitierten überwiegend von der Frühjahrsbelebung. Allen voran das Kredit- und Versicherungsgewerbe, die Industrie sowie die Dienstleistungsunternehmen. Ähnlich ist die Konstellation hinsichtlich der Geschäftsaussichten für die kommenden drei Monate: Bis auf die Energie- und Wasserversorger sind alle Branchen optimistisch und gehen überwiegend von steigenden Umsätzen aus. Erneut sind das Finanzgewerbe, die Industrie und das Dienstleistungsgewerbe am zuversichtlichsten.

Nicht ganz die Dynamik der ökonomischen Entwicklung weist die Nachfrage nach IT-/TK-Produkten und -Leistungen auf. Der Index der getätigten Investitionen stieg im März leicht von 111 auf 113 Punkte. Wie im Vormonat waren also erneut die Firmen mit gewachsenen IT-/TK-Investitionen in der Mehrheit. Der Optimismus für die kommenden drei Monate liegt weiter auf hohem Niveau, ist jedoch nicht mehr ganz so überschwänglich wie im Februar. Der Erwartungsindex für die geplanten Ausgaben sank entsprechend um 4 auf 126 Zähler. Im Jahresvergleich zeigt sich eine zwiespältige Entwicklung: Die gegenwärtige Investitionsneigung liegt 10 Punkte niedriger als im April 2005. Aber im Gegensatz dazu sind die Investitionsabsichten freundlicher als vor einem Jahr; der aktuelle Planungsindex weist 6 Zähler mehr als vor Jahresfrist auf.

In allen Branchen waren im März die Unternehmen mit gestiegenen IT-/TK-Ausgaben in der Mehrheit. Handel, Öffentliche Verwaltung und die Finanzinstitute sind dabei die Vorreiter gewesen. Für das neue Quartal sieht die Öffentliche Hand den größten Investitionsbedarf. Überdurchschnittlich stark steigende IT-/TK-Ausgaben plant darüber hinaus das Kredit- und Versicherungsgewerbe.

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Avaya-Tenovis in Zusammenarbeit mit » Techconsult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der Ifo-Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%